Erstellt am 15. Oktober 2015, 09:03

Was Bauherren wissen müssen. Der Wunsch nach einem eigenen Zuhause ist bei den meisten Menschen vorhanden.

Massivhäuser entstehen auf klassische Art.  |  pixabay.com, tpsdave (CC0-Lizenz)

Wer sich nicht mit einer Wohnung zufriedengeben möchte und Wert auf ein individuell gestaltetes Eigenheim legt, der muss selber bauen. Damit der Hausbau aber nicht im Frust endet, ist einiges zu beachten.

Fertighaus oder Massivhaus

Wer sich zum Hausbau entschlossen hat, sollte sich zunächst genau am Markt umsehen. Bauen ist in den vergangenen Jahren immer teurer geworden. (Quelle: http://immobilien.diepresse.com/home/oesterreich/4659640/Statistik-Austria_Preisanstieg-beim-Bauen-) Die gestiegenen Preise sind ein zusätzlicher Anreiz, bei der Planung mit Bedacht vorzugehen. Schließlich lohnt sich der Hausbau besonders dann, wenn das Ergebnis keine Wünsche offen lässt.

Grundsätzlich gilt es, zwischen Massiv- und Fertighaus zu wählen. Bei Massivhäusern wird im klassischen Sinne Stein auf Stein gebaut, während Fertighäuser durch die Verbindung mehrerer Module errichtet werden. Viele Hausbauer entscheiden sich für Fertighäuser, da diese in der Regel besonders schnell fertiggestellt werden können. Einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Aspekte von Massiv- und Fertighäusern bietet immobilienscout24.at.

Was die künftige Nutzung von Strom und Energie betrifft, lohnt sich frühzeitiges Informieren ebenfalls. Da viele Österreicher sich für erneuerbare Energien interessieren, kann eine entsprechende Ausstattung der eigenen vier Wände diesem Trend entsprechen.

Welche Versicherungen sinnvoll sind

Die Bauphase – sowohl bei Massiv- als auch bei Fertighäusern – nimmt einige Zeit in Anspruch. Bis das eigene Haus bezogen werden kann, gehen dabei durchaus Monate ins Land. An dieser Stelle ist es für Hausbauer wichtig, sich schon vorab mit den wichtigsten Versicherungen zu beschäftigen.

  • Bauherren Haftpflicht: Die Bauherren Haftpflichtversicherung schützt vor Schadenersatzansprüchen, wenn sich eine dritte Person auf der Baustelle verletzt. Dies kann schnell passieren, vor allem wenn kein Bauzaun vorhanden ist. Während die Bauherren Haftpflicht während der Bauzeit schützt, kann eine zusätzliche Grundbesitzer Haftpflichtversicherung auch das Grundstück einschließen. Dies empfiehlt sich vor allem dann, wenn das eigene Grundstück für längere Zeit unbebaut bleiben wird.
  • Bauleistungsversicherung: Die Bauleistungsversicherung greift dann, wenn bereits erstellte Teile des Hauses durch äußere Einflüsse beschädigt werden. Die meisten Bauleistungsversicherungen schützen außerdem bei Diebstahl, wenn Baumaterial entwendet wird.

    Die Bauleistungsversicherung schützt während der Bauphase.  |  pixabay.com, Antranias (CC0-Lizenz)

  • Feuerrohbau Versicherung: Da die Bauleistungsversicherung in der Regel keine Schäden durch Feuer und Blitz übernimmt, lohnt sich auch der Abschluss der Feuerrohbau Versicherung. Diese deckt dann das zusätzliche Risiko ab. Oft lassen sich diese Risiken aber auch durch eine Erweiterung der Bauleistungsversicherung oder den Abschluss einer Wohngebäudeversicherung abdecken.
  • Baufertigstellungsversicherung: Diese Versicherung kann nicht von Bauherren abgeschlossen werden, sondern nur von beauftragten Unternehmen. Geht dieses in die Insolvenz wird sichergestellt, dass laufende Bauvorhaben noch abgeschlossen werden können. Hausbauer tun daher gut daran, Bauunternehmen auszuwählen, die eine solche Versicherung besitzen.

Fremdleistungen und Eigenleistungen bedenken

Ist der Rohbau fertig, können Teile des Innenausbaus auch in Eigenleistung durchgeführt werden. Dies spart potentiell Kosten, will aber gut überlegt sein. Arbeiten, die Privatleute gerne selbst übernehmen, sind unter anderem:

  • Tapezieren und Streichen
  • Verlegen von Holzböden wie Laminat oder Parkett
  • Das Anbringen von Türen und Türzargen

    Das Verlegen von Böden übernehmen viele Hausbauer selbst.  |  pixabay.com, Counselling (CC0-Lizenz)

Arbeiten an Küche oder Sanitäranlagen sollten hingegen nur in Eigenregie durchgeführt werden, wenn ausreichend Know-How vorhanden ist.