Erstellt am 29. April 2016, 14:06

Familienurlaub in Wien. Österreichs Hauptstadt Wien blickt auf eine Geschichte zurück, welche bis vor das Jahr Null reicht.

Der Stephansdom in Wien - ein mehr als beeindruckendes Gebäude, welches die besondere Architektur der Stadt zumindest ansatzweise aufzeigt. Eine Besichtigung sollte auf keiner Wienreise fehlen.  |  pixabay.com © yazmin (CC0-Lizenz), pixabay.com © yazmin (CC0-Lizenz)

Das Gebiet des heutigen Wiens war bereits während der Jungsteinzeit dauerhaft besiedelt. Spätestens seit der Römerzeit – mit der Gründung Vindobonas – ist Wien mehr als eine Fußnote der Geschichte.

Allein 2015 besuchten mehr als 6,58 Millionen Menschen – laut Magistrat der Stadt Wien – die Stadt. Innerhalb von zehn Jahren haben sich die Besucherzahlen damit um etwa zwei Drittel erhöht. Was zieht Touristen also an?

Time Travel Vienna - 2000 Jahre Wiener Geschichte spannend erleben

Stadtgeschichte – normalerweise denkt man hier an Museen und staubige Archive. Immer stärker rückt aber das Erleben in den Vordergrund und vor allem Familien mit Kindern sind an Information und Unterhaltung gleichzeitig interessiert. Das Kinderprogramm in Wien macht klar, dass die Wiener Stadtgeschichte alles andere als langweilig ist. Wie spannend und facettenreich die Entwicklung Wiens ausgefallen ist macht eine Erlebnistour durch geschichtliche Schauplätze nicht nur erlebnisreich, sondern greifbar.

Im 5D-Kino ist - neben dem visuell scheinbar greifbaren Flug durch die Geschichte - das Gesehene durch die Kinositze spürbar, wobei Gerüche die Erfahrungen komplettieren. Neben der Römerzeit, die man als Zuschauer erlebt, spürt man die Beklemmung der Pestzeit und das Chaos während der Türkenbelagerung.

Stephansdom

Der Stephansdom gehört zu den bedeutendsten Sakralbauten Europas – mit seinen mehr als 100 Metern Länge und knapp 35 Metern Breite. Unverkennbar durch die Architektur, welche vom imposanten Nordturm dominiert wird, ist der Stephansdom Wahrzeichen und prägende Erscheinung im Wiener Stadtbild.

Und mit über 136 Metern Höhe sticht er wortwörtlich aus dem Ensemble der Stadtarchitektur heraus. Besonders macht den Stephansdom aber nicht nur sein Erscheinungsbild. Auch die Baugeschichte und die Zahl der Glocken sind beeindruckend. Im 12. Jahrhundert begonnen, beherbergt der Dom nun 13 Glocken im Geläut – darunter mit der Pummerin die zweitgrößte frei schwingende Kirchenglocke Europas.

Wiener Hofburg mit Kaiserlicher Schatzkammer

Wien war Zentrum der „k.u.k. Monarchie“. Regiert wurde über weite Strecken von der Hofburg aus. Das heutige Ensemble der Gebäude ist allerdings nicht auf einen Schlag entstanden. Die Wiener Hofburg wurde über Jahrhunderte zu dem Gebäudekomplex ausgebaut.

Die Anfänge der Hofburg gehen bis ins 13. Jahrhundert und auf das Adelsgeschlecht der Babenberger zurück. Zu den ältesten Gebäudeteilen zählt der Schweizertrakt mit der Wiener Hofburgkapelle. Heute beherbergt die Hofburg unter anderem:

  • die Silberkammer
  • die Spanische Hofreitschule
  • die Kaiserliche Schatzkammer

Letztere ist eines der Highlights und bietet vor allem jede Menge fürs Auge. Wer sich darauf einlässt, die Schätze zu bestaunen, bekommt unter anderem die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches oder die österreichische Kaiserkrone zu Gesicht. Flankiert von Reichsapfel und Zepter bestaunt man in der Schatzkammer nicht nur die Insignien der österreichischen Herrscher.

Auch die Wiener Hofburg gehört zu den Sehenswürdigkeiten, die man in einem Urlaub mitnehmen sollte.  |  pixabay.com © rofisch (CC0-Lizenz), pixabay.com © rofisch (CC0-Lizenz)

Fazit: Wien – hier gibt´s viel zu sehen

Der Großraum Wien ist Heimat für mehr als 2,6 Millionen Menschen und bietet eine besonders hohe Lebensqualität. Die Zahl der Besucher liegt um ein Vielfaches höher. Die Hauptstadt Österreichs bringt man zuerst in Verbindung mit dem Wiener Prater und der Sachertorte. Die Stadt hat aber weit mehr zu bieten. Wer in die Geschichte eintauchen will, kann bis in die Antike – zu den Römern und deren Eroberungen in West- und Mitteleuropa – zurückgehen. Aber selbst wenn man sich auf die letzten 200 Jahre Stadtgeschichte beschränkt, bekommt man in Wien viel zu sehen