Erstellt am 17. November 2010, 00:00

„30 Jahre sind genug“. ABSCHIED / Am 20. November steht Josef Naray, Obmann der Güssinger Kulturvereinigung, , zum letzten Mal auf der Bühne.

Viele Male hat Joschy Naray das Publikum zum Lachen gebracht.  |  NOEN
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VON SARAH WAGNER

GÜSSING / Am Samstag, dem 20. November, feiert die Kulturvereinigung ihr 30. Jubiläum. Mit dem Festkonzert verabschiedet sich einer der ersten Stunde: Josef Naray zieht sich als Obmann zurück. Die Kulturvereinigung hat er 1980 begonnen aufzubauen, eigentlich um das Kulturzentrum zu etablieren. Vereine, Schulen, Chöre und viele mehr sollten im KUZ ihren Platz finden. Der Pädagoge hat es mit Hilfe seiner Gattin und auch vielen anderen geschafft. 26 Jahre Faschingskabarrett und 17 Jahre Musical Güssing sind der Beweis für seinen Erfolg. Natürlich hat es auch für Josef Naray Zeiten gegeben, in denen es nicht so gelaufen ist, wie er es sich vorgestellt hat: „Mit der Krise kamen auch finanzielle Engpässe. Aber ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich den Verein gesund übergeben kann.“

Der Güssinger ist verheiratet, hat zwei Kinder und drei Enkelkinder. Seine Ehefrau war von 1977 bis 2009 im KUZ tätig.

Zu seinen wohl „schwierigsten“ Stunden zählt eine Musikstunde, in der er mit 64 Kindern, er spielend am Klavier, singen und musizieren wollte. „Das war wirklich nicht einfach“, schmunzelt der 63-Jährige über das amüsante Erlebnis. Angst hat er vom Abschied von der Bühne nicht. „Respekt, ich bin schon vorsichtig, aber ich habe ein Jahr Zeit gehabt, um mich zu verabschieden“, sagt Josef Naray zu seinem Abtritt. Seine Nachfolgerin ist Marianne Resetarits. Er selbst wird keine Funktion in der Kulturvereinigung mehr einnehmen. „Es ist unmöglich, als ehemaliger Obmann mitzuregieren. Das neue Team muss selbstständig arbeiten. Der Schnitt muss sauber sein“, lässt Joschy, wie ihn viele nennen, der neuen Führung Freiraum. Nicht einmal Ehrenobmann möchte er werden, sagte er im Interview mit der BVZ.

Dabei sein wird er dennoch,  aber von der anderen Seite

Sein Abgang hat zweierlei Gründe. Einerseits hat er beim Dirigieren gesundheitliche Probleme, andererseits „lädt das Jubiläum zu einem Generationenwechsel ein“. Was er mit seiner Zeit anfangen wird, weiß der ehemalige Direktor der Hauptschule genau: „Schon im Dezember fliegen wir nach Dallas, zu meinen Enkeln, im April wieder. Kulturreisen, Schnorchelurlaube und die alljährliche Safarireise nach Kenia stehen ebenfalls am Programm. „Außerdem brauche ich weiterhin Zeit für den Kulturverein, denn ich werde ja so oft wie möglich im Publikum sitzen“, nimmt Obmann Josef Naray Abschied von seiner Leidenschaft.