Erstellt am 23. Januar 2013, 00:00

300.000 Nächte erreicht. Tourismus / Nachdem in den letzten Jahren der Rekord nicht erreicht wurde, kann der Bezirk erstmals 300.000 Nächtigungen verbuchen. Stegersbach hält mit 230.000 den Spitzenwert.

Von Carina Ganster

GÜSSING / Als in der vergangenen Woche bekannt wurde, dass der Bezirk Güssing erstmals in der Geschichte mehr als 300.000 Nächtigungen erreicht hat, reißt die Feierlaune bei den Touristikern der Region nicht ab.

„Schuld am Nächtigungsrekord waren die Stegersbacher Hotels“, schmunzelt Tourismusbezirksgeschäftsführer Harald Popofsits. Er trifft es genau auf den Punkt. In Stegersbach nächtigten im vergangenen Jahr nämlich 230.000 Personen. Aber auch andere Gemeinde der Region können kräftige Steigerungen bei den Nächtigungszahlen verbuchen. Die Gemeinde Rauchwart beispielsweise kratzte nur knapp an der 10.000er Marke vorbei. Faktoren für den Nächtigungsrekord gibt es viele und auch die Bemühungen der neugegründeten Marketinggesellschaft in Stegersbach scheinen Wirkung zu zeigen. Vor allem der Bau eines weiteren Hotels von Karl Reiter hat mehr als neue 100 Betten gebracht. Die Schließung des Aktivparks wurde scheinbar kompensiert beziehungsweise durch das Com.Inn aufgefangen.

„Die Arbeit, die Obmann Hans Haberl und sein Team leisten, zahlt sich aus. Unsere Hotels, die eigentlich Konkurrenten sind, treten gemeinsam auf“, erklärt Stegersbachs Bürgermeister Heinz-Peter Krammer und führt darauf einen Teil des Erfolges zurück. Der Tourismus habe sich als Wirtschaftsmotor im Bezirk und der Region entwickelt. Seit dem Jahr 2000 ist im Südburgenland das Brutto-Regional-Produkt auf 62,5 Prozent gestiegen. „Die Region Mittelburgenland wurde somit überholt“, freut sich Landesrätin Verena Dunst bei der Präsentation der Nächtigungszahlen.

Touristiker führen den Aufstieg der Region auch darauf zurück, dass die Hotels auf Regionalität setzen und Produkte von Betrieben in der Umgebung anbieten. Vor allem Klein- und Familienunternehmen profitieren sehr stark von der wachsenden Hotellandschaft. Vor allem die Veredelung der regionalen Produkte hat zu enormen Verkaufssteigerungen geführt. „Dies war nur möglich, weil die Betriebe in der Region und den Gemeinden mit viel Einsatz und Engagement für die Gäste da sind“, betont VP-Landesrätin Michaela Resetar.

Mit den Säulen Gesundheit und Wellness, gesunde Bewegung und Sport, Naturerlebnis, Kulturgenuss, Wein- und Kulinarik, sowie dem Ökoenergieland ist der Bezirk Güssing gut aufgestellt. Thermal- und Gesundheitserlebnis, der Ökotourismus, das Sporterlebnis und gesunde Bewegung in intakter Natur unter Einbindung der regionalen Identität und regionaler Produkte scheinen das Erfolgsgeheimnis der Region rund um Stegersbachzu sein.

300.000 Nächtigungen erzielt. Die touristische Kompetenz von Güssing-Stegesbach liegt nicht im Einreihen in eine Thermalwasserkette, sondern im Erleben eines ganzheitlichen, gesunden Wohlfühlens.

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„Schuld am Nächtigungsrekord im Bezirk Güssing waren die Stegersbacher Hotels.“

Tourismus-Bezirksgeschäftsführer Harald Popofsits