Erstellt am 09. September 2013, 15:25

5,2 Mio. Euro Forderungen anerkannt. Die Insolvenz des Biomasse-Kraftwerks in Güssing war am Montag Gegenstand einer Berichtstagsatzung im Landesgericht Eisenstadt.

Forschung ade. Weil das Finanzministerium keine Forschungstätigkeit attestierte, bleiben Förderungen aus. Das zwingt Betreiber nun in die Insolvenz. Foto: Archiv  |  NOEN, Mike Sheil
Bisher seien Forderungen in der Höhe von etwa 5,2 Mio. Euro anerkannt worden, so Peter Stromberger vom AKV Europa. 66 Gläubiger hatten Forderungen angemeldet. Bei der Verfahrenseröffnung war man zunächst von knapp sechs Mio. Euro Passiva ausgegangen. Die Verhandlung diente dazu, festzustellen, welche Forderungen zu Recht bestünden und welche bestritten würden. Der Betrieb laufe auf Sparflamme weiter. Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen würden durchgeführt, so Stromberger. Neu anfallende Verbindlichkeiten würden aus jenen 200.000 Euro beglichen, die vom Investor (Michael Dichand bzw. die Care Beteiligungsverwaltung GmbH, Anm.) beim Sanierungsverwalter hinterlegt worden waren.

Nun gebe es "heiße Verhandlungen", wie die angepeilte 30-prozentige Quote finanziert werden soll. Ob das Konzept zur Weiterführung Akzeptanz finde und ob genügend Mittel für einen dauerhaften Weiterbetrieb aufgetrieben werden können, werde sich am 21. Oktober bei der Sanierungsplantagsatzung zeigen. Seitens der Stadt Güssing zeigte man sich kürzlich nach einem Gespräch mit Michael Dichand hinsichtlich einer Fortführung des Betriebes, für die rund 2,5 Mio. Euro erforderlich seien, optimistisch.

Auch für einen weiteren insolventen Betrieb aus dem Südburgenland, das Wellnesshotel und die Brennerei Lagler, fand am Montag im Landesgericht Eisenstadt eine Forderungsprüfung statt. Momentan laufe der Fortbetrieb der Brennerei zufriedenstellend, die Auslastung des Hotels sei ganz gut, berichtete Stromberger. Nun werde an einem Gesamtkonzept für die Fortführung gearbeitet.