Erstellt am 16. September 2013, 15:03

91-jährige um 5.000 Euro betrogen. Besonders dreist hat ein Betrüger im Südburgenland eine 91-jährige Frau um ihr Geld gebracht.

Der Unbekannte gab sich telefonisch als Arzt aus und verlangte von der Pensionistin, dass sie für die Operation ihres angeblich schwer erkrankten Enkels aufkommen müsse. Sonntagnachmittag besuchte der Kriminelle die Frau, die ihm 5.000 Euro gab. Als sie sich später bei ihrem Enkel erkundigte, erfuhr sie, dass er völlig gesund sei, berichtete die Landespolizeidirektion Burgenland am Montag.

Sonntagvormittag meldete sich der Betrüger bei der Frau im Bezirk Güssing und stellte sich am Telefon als Arzt vor. Ihr Enkel sei schwer krank und müsse dringend operiert werden, redete er der betagten Dame ein. Der Eingriff koste 25.000 Euro, informierte sie der "Doktor" und kündigte an, dass er am Nachmittag das Geld holen komme.

Als der Mann tatsächlich auftauchte, gab ihm die 91-Jährige 5.000 Euro. Als die Pensionistin danach ihren glücklicherweise gesunden Enkel kontaktierte, bemerkte sie, dass sie hereingelegt worden war.

Die Polizei warnt in dem Zusammenhang einmal mehr vor dem von Betrügern immer wieder erfolgreich angewandten "Neffentrick": Wenn sich vermeintliche Verwandte nach langer Zeit plötzlich melden und Geld verlangen, sollte man keinesfalls Auskunft über seine finanzielle Situation geben und keine Kontoinformationen mitteilen. Auch sollte man es unterlassen, Geld abzuheben oder ein Treffen zu vereinbaren. Stattdessen empfiehlt es sich, das Gespräch zu beenden und im Zweifelsfall die Polizei zu verständigen.