Erstellt am 20. Oktober 2010, 00:00

Abzocke an slowenischer Grenze. TEURER AUSFLUG / Der Heiligenkreuzer Hartmut Gerger fuhr ohne Vignette zwei Kilometer auf slowenischer Autobahn und zahlte 150 Euro. Beamte behandelten ihn rüde.

VON CARINA GANSTER

HEILIGENKREUZ / Ein entspannter und gemütlicher Casinoabend in Slowenien hätte es für Hartmut Gerger werden sollen. Doch ein Missgeschick kostete dem Heiligenkreuzer 150 Euro Strafe und Probleme mit der slowenischen Autobahngesellschaft DARS: Hartmut Gerger war ohne Vignette unterwegs. „Aufgrund der sehr schlechten Beschilderung bin ich anstatt auf der Bundesstraße auf der Autobahn gelandet. Neben dem finanziellen Verlust ärgere ich mich eigentlich noch mehr über die unfaire und äußerst unfreundliche Behandlung durch die slowenischen Beamten“, ist Gerger wütend über den rüden Umgangston.

Laut Angaben von Gerger zeigten sich die DARS-Mitarbeiter ungehalten, fotografierten das Auto und drohten sogar mit einer Anzeige. „Mir blieb nichts anderes übrig, als sofort zu bezahlen. Dabei war ich aber nicht der Einzige. Ich stand in einer Schlange von mehreren Fahrzeugen, denen das gleiche Schicksal drohte. Offensichtlich war das eine gezielte Geldbeschaffungsaktion“, erklärt Hartmut Gerger.

Die Geldstrafen in Slowenien sind saftig, zwischen 300 und 800 Euro muss man in Slowenien berappen, sobald man ohne Vignette erwischt wird. Wer innerhalb von acht Tagen bar bezahlen kann, zahlt unter Umständen nur die Hälfte. Wer die Strafe nicht sofort begleicht, dem werden aber Führerschein, Zulassungsschein und Reisepass abgenommen. Die örtlichen Behörden in Slowenien behalten die Dokumente so lange, bis die Strafe beglichen ist.