Erstellt am 13. Mai 2015, 06:10

von Michael Pekovics

Wirr-Warr um Halle. Medienberichte über Sperre in Güssing sorgen für Aufregung. Stadt kritisiert Ligapräsident und stellt klar: „Halle ist am Mittwoch offen.“

Das Hotel Aktivpark in Güssing  |  NOEN, Pekovics
So wie auch im Vorjahr kocht pünktlich zu den Basketball-Play Offs die Hallenproblematik wieder hoch. Medienberichte der Vorwoche besagten nämlich, dass die Benutzung der Sporthalle des Aktivparks für das zweite Halbfinale der Knights gegen Kapfenberg heute, Mittwoch, nicht fix sein soll.

Bürgermeister betont, dass gespielt werden kann

Dem widerspricht Bürgermeister Vinzenz Knor (SPÖ) aber massiv und ärgert sich: „Mit der Gemeinde hat niemand gesprochen, auch nicht Präsident Karl Schweitzer. Ich habe davon selbst aus den Medien erfahren, mich hat niemand gefragt. Es gibt kein Schreiben, wonach die Halle nicht benutzbar ist.“

Zusatz: „Die Halle ist am Mittwoch offen. Es gibt keine Grundlage dafür, die Halle zu sperren, schließlich sind wir durch das Ziehen der Kaufoption Eigentümer. Nur die Abwicklung dauert und hängt von Herbert Haselbacher ab.“

Den sieht ÖVP-Stadtrat Michael Hoffmann aktuell in der besseren Situation: „Ob er die Halle sperrt, oder nicht, entscheidet Haselbacher. Eine Entspannung in der Angelegenheit ist jedenfalls nicht erkennbar.“

Basketballer: „Haben wir keine Halle, sind wir tot“

Seitens des angesprochenen Haselbachers, Chef der Wiener WSF-Gruppe, gab es am Montag keine Stellungnahme zur Causa. Ligapräsident Karl Schweitzer hingegen rechtfertigt sich: „Wenn mir Reinhard Koch und Manfred Klepeisz sagen, sie wissen nicht, ob die Halle zur Verfügung steht, dann muss ich reagieren.“

Dass nun seitens der Gemeinde das Spiel am Mittwoch fix zugesagt wurde, freut Schweitzer, aber: „Für das Lizenzverfahren wird ein Schreiben wie bisher nicht ausreichen“. Seitens der Gemeinde wird hingegen bestätigt, dass diese Zusicherung sehr wohl aufrecht ist, außerdem vermutet Knor einen Zusammenhang mit der Landtagswahl: „Das kocht jetzt sicher nicht zufällig hoch.“

Der Stadtchef fordert auch Fair Play von den Funktionären der Knights: „Wenn man über Geld redet, soll man auch sagen, dass der Verein heuer 80.000 Euro öffentliches Geld erhält.“

Knights-Obmann Reinhard Koch wollte sich zum Hallenthema nicht äußern, dafür meinte sein Stellvertreter Manfred Klepeisz am Sonntag: „Wir wollen nur spielen. Gibt es keine Lösung, wird der Verein aufgerieben, haben wir keine Halle, sind wir tot.“