Erstellt am 19. September 2012, 00:00

Aktivpark in Diskussion. Beschlussfassung / Vadasz und auch die ÖVP wird der Umwidmung für den Baustart des Golfresorts nur dann zustimmen, wenn der Betreiber alle Altlasten unter den Tisch fallen lässt.

Von Sarah Baumgartner

GÜSSING / Schön langsam scheint es, als ob das Monsterprojekt „Golfresort-Aktivpark“ zu einem Ende käme – sei es zu einem guten oder schlechten. Denn Stadtchef Peter Vadasz stellt den Betreibern die Rute ins Fenster. Er hat im Gespräch mit der BVZ bestätigt, dass eine Umwidmung der Flächen für das Gesamtprojekt vom Gemeinderat der Stadtgemeinde nur dann beschlossen wird, wenn die Halle beim Aktivpark gänzlich in das Eigentum der Stadtgemeinde übergeht und somit alle Altlasten hinfällig sowie der Verwaltungsvertrag mit der WSF Freizeitzentrum Güssing GmbH aufgelöst sind. Ab dem Jahr 2013 wäre die Halle zwar ohnehin in das Eigentum der Stadt übergegangen, die Betreiber des Aktivparks hätten jedoch die Halle in den folgenden 30 Jahren verwaltet. Diese Tatsache möchte Vadasz auf alle Fälle hinnehmen. Er betont jedoch, dass die Halle weiterhin zu bestimmten Bedingungen dem Aktivpark zur Verfügung stehen werde.

Die Verhandlungen mit Betreiber Haselbacher und der Stadtgemeinde laufen auf Hochtouren, findet ja Mitte Oktober die Sitzung der Raumplanungsstelle des Landes statt, bei der die „möglichen“ Umwidmungen dann endgültig beschlossen werden sollen. So muss der Beschluss im Güssinger Gemeinderat in den kommenden Tagen fallen, um noch auf die Tagesordnung der Raumplanungsstelle aufgenommen zu werden.

Gestern, Dienstag, fand eine Gemeinderatssitzung in Güssing statt. Peter Vadasz sagte schon im Vorhinein, dass der Tagesordnungspunkt zur Umwidmung nur dann zustande käme, wenn der Betreiber den Bedingungen im Vorfeld zustimme und „alle Altlasten vom Tisch sind“. Er behält sich vor, eine weitere Sitzung anzusetzen, sobald die Verhandlungspartner zustimmen. Er muss sich beeilen, ist er ab 7. Oktober ja nicht mehr Stadtchef und Chefverhandler von Güssing.

Der Stadtchef betont, dass der „Deal“ Linie von Peter Vadasz und der ÖVP Güssing sei. Vorwürfe kommen jedoch von der SPÖ: „Wir werden kaum informiert.“ Vadasz kontert: „Die SPÖ weiß genauso viel wie ich auch.“