Erstellt am 02. März 2016, 04:54

von Michael Pekovics

Ton wird rauer: WSF droht Vereinen. Ton zwischen Gemeinde Güssing und Haselbacher im Hallenstreit wird wieder rauer: „Das sind Störungshandlungen der WSF.“

Der Aktivpark in Güssing  |  NOEN, Pekovics

Neben dem politischen Geplänkel rund um die neue Einbahn (

und unten) erhielt Bürgermeister Vinzenz Knor vom Gemeinderat einstimmig die Ermächtigung, im Namen der Güssinger Sport- und Freizeitanlagen GmbH, kurzfristig rechtliche Handlungen zu setzen.

Hintergrund dieser Ermächtigung ist eine neue Facette im Streit um die Aktivpark-Sporthalle: Vor einiger Zeit bekamen nämlich einige Sportvereine einen Brief von Eigentümer Herbert Haselbacher (WSF Gruppe).

Der Inhalt: Drohungen, dass die Vereine mit höheren Mietzahlungen zu rechnen hätten. Laut Knor sind diese Drohungen aber völlig aus der Luft gegriffen, weil die Mieten über die GSF verrechnet und auch an sie gezahlt werden.

„Und immer kommt noch was daher“

In der Sitzung ärgerte sich der Stadtchef über das Schreiben: „Absolut kontraproduktiv. Immer, wenn wir glauben, kurz vor einer Einigung zu stehen, kommt wieder etwas daher.“

Um diese, von Amtsleiter Gustav Glatter als „Störungshandlungen“ bezeichneten Querschüsse der WSF etwas entgegensetzen zu können, wurde Knor jetzt vom Gemeinderat ermächtigt, der GSF einen Auftrag zu erteilen, um ihren Anwalt damit zu betrauen. Die ÖVP erteilte ihre Zustimmung, kritisierte aber, dass seitens der SPÖ im Vorfeld nur geschwärzte Akten zur Verfügung gestellt wurden.

Im Streit um die Aktivparksporthalle gibt es bereits einen konkreten Termin für die erste Verhandlung am Landesgericht Graz: Diese findet am Donnerstag, dem 12. Mai, von 9 bis 17 Uhr statt.

Seitens der Wiener WSF-Gruppe stand eine Stellungnahme bis Redaktionsschluss aus.