Erstellt am 10. Februar 2016, 12:03

von Michael Pekovics

Algen als Business. Mit „Alga Pangea“ siedelt sich demnächst ein neuer innovativer Betrieb in Güssing an. Der Grund ist die „Vorreiterrolle“.

Große Pläne. Philipp Marktl, Carsten Rühe und Jürgen Schuster (v.l.) haben wollen Mikroalgen im industriellen Maßstab vermarkten.  |  NOEN, BVZ
Algen als Geschäftsmodell – das wird demnächst in Güssing Realität. Das Unternehmen „Alga Pangea“ plant die Errichtung eines Betriebsstandorts in der Bezirkshauptstadt.

Ein Grundstück zwischen Technikum und Energie Burgenland wurde bereits gefunden und umgewidmet, einen Termin für den Baustart gibt es allerdings noch nicht.

Mindestens 40 Tonnen pro Jahr

Warum Güssing als Standort gewählt wurde, liegt laut Geschäftsführer Philipp Marktl auf der Hand: „Güssing ist weltweit bekannt und hat eine Vorreiterrolle in Sachen Autarkie und innovativer Energietechnik. Dazu kommen noch die vielen Sonnenstunden und das gute Netzwerk von Reinhard Koch“, erklärt Marktl.

Weitere Kriterien waren die vorhandene Infrastruktur und die Nähe zum Ausland. „Wir sind mit unserer Technologie in der Lage, gezielt Mikroalgen in hochreiner Qualität zu produzieren und das 24 Stunden am Tag“, erzählt Marktl.

Die Referenzanlage, die in Güssing entstehen soll, wird ein Produktionsvolumen von mindestens 40 Tonnen pro Jahr haben, der Grundstein für die Investition wird mit einer Crowdinvesting-Kampagne gelegt. „Unser Ziel ist es, in Güssing in Österreich mit einer ersten Referenzanlage nachhaltig Mikroalgen im industriellen Maßstab zu produzieren und zu vermarkten“, sagt Marktl.