Erstellt am 22. Februar 2012, 00:00

Am Nachmittag fährt Bus wieder. SCHULVERKEHR / Eine der zwei eingestellten Linien Güssing-Inzenhof wird wieder gefahren, doch die Mittagslinie ist gestrichen. Jetzt wird eine Erhebung durchgeführt.

VON SARAH BAUMGARTNER
GÜSSING, REGION / Die ÖBB Postbus GmbH hat kurz vor Jahreswechsel überraschend zwei Nachmittagslinien um 16 und 18 Uhr von Güssing nach Inzenhof und Luising eingestellt, die BVZ berichtete. Die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden Inzenhof, Tschanigraben, Klein- und Großmürbisch und Heiligenbrunn sowie die Direktoren der Ecole, BORG und der Hauptschule Güssing verfassten eine Petition und versuchten mittels Verhandlungen mit dem Unternehmen eine Lösung zu finden. Die Schüler sowie weitere Fahrgäste hatten mit der Einstellung keine Möglichkeit mehr, von Güssing nach Hause zu kommen. Vergangene Woche gab es ein Gespräch mit dem Konzern.

Das Ergebnis: Die Buslinie um 16.20 Uhr wird wieder gefahren. Dafür wird aber eine Mittagslinie eingestellt. Für die Bürgermeister eine „nur wenig“ zufriedenstellende Lösung. Von einem Verhandlungsergebnis will man erst gar nicht sprechen. „Unser Wunsch wäre es gewesen, auch eine Linie nach 18 Uhr anzubieten. Diese wird es vorerst nicht geben. Da hätten wir mitzahlen müssen“, erläutert Bürgermeister Jürgen Schabhüttl. „Im Sommer werden wir neue Gespräche führen, und zwar auch mit anderen Unternehmen. Es ist nicht das heraus gekommen, was wir wollten, aber wir haben wenigstens wieder jene Linie, die die Schüler am Nachmittag nach Hause bringt.“

Franz Flamisch, Direktor des BORG, ergänzt: „Die Vormittagszubringer sind gesichert, auch die Linie um 16.20 Uhr bis Luising funktioniert, die Gemeinden mussten jedoch Zugeständnisse machen, da nun auch Ortsbusse einspringen müssen.“ Dass es weitere Verhandlungen geben wird, bestätigt auch er: „Basierend auf den Ergebnissen einer Erhebung, die derzeit am BORG, der Ecole, der Landwirtschaftlichen Fachschule, dem Polytechnischen Lehrgang und der Hauptschule durchgeführt wird.“

„Auslastungen passen  einfach überhaupt nicht“

Christoph Posch, Sprecher der ÖBB, dazu: „Auf der Strecke gibt es einen Fahrgast-Rückgang von 18 Prozent, verbunden damit sind natürlich auch Einnahmenausfälle. Die Wiedereinführung der Linie nach 18 Uhr ist aus Kostengründen nicht möglich. Die Kosten müssten von den Gemeinden bezahlt werden, das ist so üblich.“