Erstellt am 28. Februar 2013, 09:00

Auf Besuch in „Kyoto“. Auslandsbesuch / Bernhard Deutsch hielt bei einem Kongress in der japanischen Stadt einen Vortrag über „Das Modell Güssing - Ein Beispiel für eine nachhaltige Energieversorgung“.

Von Carina Ganster

STREM/KYOTO / Auf Einladung von Professor Aoyama Kozo von der Kyoto Prefectural University, welcher im Oktober das Europäische Zentrum für erneuerbare Energie in Güssing und das ökoEnergieland besucht hatte, hatte Strems Bürgermeister Bernhard Deutsch die Möglichkeit jene Räumlichkeiten, in denen im Jahre 1997 beim Weltklimagipfel in Kyoto, nämlich in der berühmten „The Earth Hall of Fame Kyoto“, einen Vortrag mit dem Titel „Das Modell Güssing - Ein Beispiel für eine nachhaltige Energieversorgung“, zu halten. Im Rahmen des Earth Forum werden jährlich Personen ausgezeichnet, die im Bereich der erneuerbaren Energie weltweit besonderes leisten - diesmal waren dies Amory B. Lovins vom Rocky Mountain Institut in den USA sowie Shiva Vandana (Indien).

„An beiden Veranstaltungstagen waren die Räumlichkeiten bis auf den letzten Platz gefüllt und die Anwesenheit von zahlreichen japanischen Regierungsmitgliedern und des Bürgermeisters von Kyoto zeigte die Wichtigkeit dieser jährlich wiederkehrenden Veranstaltung“, meinte Deutsch. Insgesamt war Deutsch sechs Tage in Japan unterwegs. Begleitet wurde er dabei ständig von Aoyama Kozo.

Sechs intensive Tage, die von Arbeitsgesprächen und Networking geprägt waren. Ein Erfolg für Güssing. „Kyoto möchte das Modell Güssing auf die Stadt umlegen. Natürlich ist das nicht 1:1 möglich. Im Grunde ist der Weg, den Kyoto gehen möchte schon realistisch, denn 80 Prozent der Fläche in ganz Japan besteht aus Wald. Derzeit werden die ungenutzten Ressourcen einfach vernichtet. Seit dem Atomunfall in Fukushima ist man aber aufmerksam geworden und will gesündere Energie erzeugen. Da sind die Japaner auf Güssing aufmerksam geworden und wollen es uns nun gleichmachen“, erklärt Bernhard Deutsch.

Derzeit ist eine japanische Delegation in Güssing zu Gast, um sich mit den neuesten Technologien auseinanderzusetzen. „Die Japaner wollen die Zusammenarbeit mit dem Burgenland weiter intensivieren. Die haben dort enorme Mengen an Biomasse, die sie derzeit nicht energetisch verwenden. Das wollen sie jetzt von uns lernen und da sind wir auf einem guten Weg. Natürlich geht es auch darum, die Synergien geschäftlich zu nutzen“, sagt Deutsch abschließend.

 


In Kyoto. Auf Einladung von Professor Aoyama Kozo von der Kyoto Prefectural University kam Bürgermeister Bernhard Deutsch. Dort gab es auch ein Zusammentreffen mit Amory B. Lovins vom Rocky Mountain Institut in den USA, die im Rahmen des Earth Forum Kyoto ausgezeichnet wurde. zVg