Erstellt am 04. September 2015, 13:28

von Carina Ganster

Auftaktveranstaltung für den Masterplan Uhudler. Vorerst keine Lösung zum Thema Uhudler gab es heute Mittag beim Runden Tisch im Weinmuseum Moschendorf (Bezirk Güssing).

Runder Tisch zum Uhudler: Rechtsanwalt Mag. Werner Dax und Agrarlandesrätin Verena Dunst mit Ing. Verena Klöckl, Weinbauexpertin der Landwirtschaftskammer Burgenland, und HR Dr. Walter FLAK, Direktor Bundesamt für Weinbau informierten die betroffenen Winzer.  |  NOEN, Bgld. Landesmedienservice

Bis 30. September haben die Winzer nun Zeit, dass sie Landesrätin Verena Dunst einen Vorschlag präsentieren. Mögliche Vorschläge sind die Änderung der Weinbauverordnung oder der Obstwein.

„Der Uhudler als Kulturgut und Identitätsmerkmal im Südburgenland muss erhalten bleiben“, erklärte Dunst in einer Aussendung am Freitag. Und weiter: „Der Uhudler ist eine Marke für den Süden unseres Landes, er schafft Identität und Wertschöpfung. Klar ist: Er wird nicht von heute auf morgen einfach verschwinden. Bis 2030 ist er nach EU-Marktordnung erlaubt.“

Eine Neudefinition als Obstwein biete für einige WinzerInnen einen möglichen Ausweg, andere würden die Zukunft eher in einer Definition als speziellen Qualitätswein sehen.

Anwalt Dax: Lösung bis Jahresende möglich

„Wir haben heute mögliche Wege zur Erhaltung des Uhudlers aufgezeigt. Nur eine Änderung der Bezeichnung reicht nicht“, sagt Rechtsanwalt Werner Dax. Bis Jahresende eine rechtliche Lösung vorzulegen sei möglich, so der Rechtsexperte.

Ein Lösungsansatz könnte in der Klassifizierung der Uhudler-Sorten liegen, dazu müsste die burgenländische Weinbauverordnung geändert werden. „Diese zu ändern ist ohnehin geplant. Die Verordnung kommt den Uhudler-Winzern nicht entgegen“, sagt Dunst. Auch sei sie mit Agrarminister Andrä Rupprechter im Gespräch. Auf Bundesebene wird an einer Novelle des Weingesetzes gearbeitet.

x  |  NOEN, Carina Ganster

ÖVP-Agrarsprecher Walter Temmel berichtete: „Beim runden Tisch wurden verschiedenste Vorschläge andiskutiert und müssen jetzt auf ihre rechtliche Qualität hin überprüft werden.“

Landesrätin Dunst sei  nun gefordert, alle möglichen Varianten zum Erhalt des Uhudlers – ob auf europäischer Ebene, nationaler Ebene oder im Burgenland – auf den Tisch zu legen.

Temmel betonte die Wichtigkeit der Nachhaltigkeit und hielt fest: „Im Kern der Lösung muss stehen, dass der Uhudler erhalten bleibt. Denn er hat für das Südburgenland eine zunehmend wirtschaftliche und touristische Bedeutung. Die Erhaltung und Weiterentwicklung des Uhudlers gibt dem Südburgenland wichtige Impulse und schafft Wertschöpfung.“


Hier der erste BVZ.at-Bericht von Donnerstagfrüh:

Runder Uhudler-Tisch findet heute statt

Unter dem Titel "Für eine gesicherte Zukunft unseres Uhudlers" wird laut Aussendung von Landesrätin Verena Dunst heute im Weinmuseum Moschendorf der Runde Tisch zu "Chancen, Potentialen, Alternativen und Nachhaltigkeit" des Uhudlers stattfinden.

"Die Diskussion über die Zukunft des Uhudlers in der südburgenländischen Region hat in den letzten Monaten zu erheblicher Verunsicherung geführt. Eine Neudefinition als Obstwein bietet für einige WinzerInnen einen möglichen Ausweg, andere sehen die Zukunft eher in einer Definition als speziellen Qualitätswein", so die Aussendung.

Anzeigen und gerichtliche Rodungsbescheide würden das generelle Gesprächsklima belasten. Eine Novelle zum Weingesetz soll daher in den nächsten Monaten auf Bundesebene beschlossen werden, die vielleicht schon Weichen stellen könnte.

TeilnehmerInnen am Runden Tisch:

  • Agrarlandesrätin Verena Dunst

  • HR Dr. Walter Flak, Direktor Bundesamt für Weinbau

  • Ing. Verena Klöckl , Weinbauexpertin der Landwirtschaftskammer Burgenland

  • Mag. Werner Dax, Rechtsanwalt

  • Mag. Marlene Hrabanek-Bunyai, Agrarreferentin LRin Dunst