Erstellt am 13. Januar 2016, 04:53

von Carina Ganster

Aus für zwei Heurige: Auflagen zwingen Betriebe in die Knie. Die letzten beiden Heurige im Thermenort sperren nicht mehr auf. Zwei neue Projekte sind aber bereits in Planung.

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Kaum eine Maßnahme, die im Zuge der Steuerreform realisiert wird, stößt auf derart heftige Kritik wie die Einführung der Registrierkassenpflicht. Die Wirtschaft wehrt sich gegen den Verdacht, Einnahmen „schwarz“ zu kassieren. Zudem sei der Verwaltungsaufwand zu groß.

Ortschef kann die Reaktion nachvollziehen

Auch die Lokal-Szene im Thermenort ist zum Teil davon betroffen. Mit Beginn des heurigen Jahres haben nämlich beide Heurige im Ort nicht mehr aufgesperrt.

Während der eine Betreiber eines Heurigen aufgrund von „Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Gewerbe“ nicht mehr aufsperren will, haben sich die Besitzer des zweiten Heurigen für den „endgültigen Ruhestand“ entschieden. „Zu groß wäre der Aufwand mit den neuen Bedingungen für Gewerbetreibende für das bisschen Geschäft gewesen“, meinen die Besitzer.

Ortschef Heinz-Peter Krammer bedauert die Schließungen sehr, kann die Reaktion der Heurigenbesitzer aber nachvollziehen.

„Für Kleine zahlt sich Aufwand nicht mehr aus“

„Die Hürden werden leider immer größer und für kleine Betriebe zahlt sich der Aufwand nicht mehr aus, das muss man verstehen. Für Stegersbach ist es enorm schade, dass es keinen Heurigen mehr im Ort gibt“, erklärt Krammer, der allerdings in zwei Projekten großes Potenzial sieht, die Heurigen-Szene im Ort schon bald wieder zu beleben.

Das eine wäre der ehemalige Gasthof Wagner, der verkauft wurde. „Da bemüht sich die neue Besitzerin sehr, einen Betreiber für das Lokal zu finden. Hier wäre eine Art Buschenschank schon eine Möglichkeit“, meint Krammer. Zweiteres Projekt klingt schon konkreter.

Krebszüchter Gernot Heigl (

der dieswöchigen BVZ) plant einen Buschenschank zu eröffnen, der Fischspezialitäten anbietet. „Mein Wunsch wären Fischgerichte in Kombination mit einem guten Gläschen Wein zu kredenzen und das in gemütlicher und zugleich uriger Atmosphäre“, will Heigl noch nicht zu viel verraten. Im Frühjahr soll der Plan konkret werden.