Erstellt am 25. September 2012, 11:52

Baby schwer misshandelt. Zwei Monate altes Baby aus dem Bezirk Güssing wies zahlreiche Knochenbrüche auf. Eltern sitzen in Untersuchungshaft.

Unfassbare Szenen müssen sich in den vergangenen Tagen und Wochen in einem Haus im Bezirk Güssing abgespielt haben. Wie am Montag bekannt wurde, musste ein circa zwei Monate altes Baby vergangenen Freitag in die Kinderklinik Graz eingeliefert werden. Dort wurden von den behandelnden Ärzten zahlreiche Knochenbrüche, Prellungen und Blutergüsse an dem kleinen Mädchen festgestellt. Ans Licht kam der Vorfall durch eine Untersuchung im Krankenhaus Graz, die ursprünglich nichts mit den Misshandlungsverletzungen zu tun hatte.

„Kaum ein Knochen, der nicht gebrochen ist“

Einige der Verletzungen dürften frisch, andere bereits mehrere Tage oder Wochen alt gewesen sein. Sowohl die Polizeibeamten als auch die Mediziner waren über die Schwere der Verletzungen des Säuglings erschüttert. „Im Körper des kleinen Mädchens gibt es kaum einen Knochen, der nicht gebrochen ist – nur der Oberschenkelknochen ist heil“, war aus dem Umfeld der ermittelnden Beamten zu erfahren.

Die Eltern wurden sofort verhaftet und in die Justizanstalt Eisenstadt überstellt, sie sitzen in Untersuchungshaft. Wie von der Staatsanwaltschaft zu erfahren war, sind die Erhebungen noch nicht abgeschlossen. „Der Verdacht lautet auf Quälens unmündiger Personen und absichtliche schwere Körperverletzung“, heißt es von der Staatsanwaltschaft.

Der ältere Bruder des Mädchens dürfte vermutlich nicht misshandelt worden sein. Er wurde aber umgehend von den Behörden den Eltern entzogen. Wie durch ein Wunder schwebt das Baby nicht in Lebensgefahr. Der Säugling befindet sich bis auf Weiteres in der Grazer Kinderklinik.