Erstellt am 04. Dezember 2013, 10:59

von Carina Ganster

Bangen um 240 Jobs. Region Jennersdorf / Die Zukunft der Firma ACC Fürstenfeld ist ungewiss. Ein Drittel der gesamten Belegschaft kommt aus dem Bezirk Jennersdorf.

Ist besorgt. AMS-Chef Harald Braun: »240 wackelnde Jobs machen sehr nervös.« Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv
Von Carina Ganster

AMS-Chef Harald Braun ist besorgt und das aus gutem Grund. Die in Fürstenfeld angesiedelte Firma ACC steckt in gröberen Schwierigkeiten und baut bis 20. Dezember über 600 Stellen ab. Rund 220 Arbeitnehmer davon kommen aus dem Bezirk Jennersdorf.

Grund für die Kündigungen könnte der Übernahmevorgang durch die Firma Secop sein, eine Tochter der deutschen Beteiligungsgesellschaft Aurelius.

„Sollten alle ihre Arbeit verlieren, wäre das eine Katastrophe“

Ein Frühwarnsystem wurde bereits installiert, das zuständige AMS Fürstenfeld und auch das AMS Jennersdorf sind aber nur dürftig über die bevorstehenden Kündigungen informiert. Wie es mit der Zukunft der Firma weitergeht, weiß auch das Arbeitsmarktservice nicht.

„Wir sind bemüht, Informationen zu erhalten. Das gestaltet sich aber als sehr schwer, da die Firmenleitung nichts kommuniziert. Wir wissen nur, dass bis 20. Dezember rund 600 Personen beim AMS vorgemerkt wurden. Es kann auch sein, dass alle 600 Personen im Jänner, nach der Neuübernahme der Firma, wieder angestellt werden“, erklärt Harald Braun, Chef des AMS Jennersdorf.

Sollte der Großteil der Beschäftigten nicht mehr angestellt werden, steht Braun mit seinem Team vor einer großen Herausforderung. „Sollten alle 220 Personen aus dem Bezirk Jennersdorf ihre Arbeit verlieren, wäre das eine Katastrophe. Auch deshalb, weil keine Neuansiedelung einer großen Firma ansteht. Ein paar Personen könnten wahrscheinlich in einer anderen Fabrik, unweit des Bezirks unterkommen, aber 220 Jobs gibt es definitiv nicht“, weiß Braun.

Tridonic schließt Werk: 20 Jobs in Gefahr 

Erst vor zwei Wochen wurde bekannt, dass der Faserhersteller Lenzing in Heiligenkreuz rund 20 Mitarbeiter abbaut. Weiters plant die Firma Tridonic ihr Werk in Fürstenfeld im Frühjahr zu schließen. 110 Personen könnten ihre Arbeit verlieren, 20 davon sind aus dem Bezirk Jennersdorf.