Erstellt am 10. Juli 2013, 00:00

,Basis soll entscheiden‘. Bilanz zum Schulschluss / Ortschef gesteht Fehler bei Anmeldung ungarischer Schüler ein und fordert mehr Offenheit gegenüber Nachbarn.

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Von Michael Pekovics

BILDEIN / Bürgermeister Walter Temmel (ÖVP) nahm gemeinsam mit Gemeinderatskollegen Hansjörg Schrammel den Schulschluss zum Anlass, um Bilanz über die Ereignisse rund um die Diskussion von Scheinanmeldungen burgenländischer Schüler zu ziehen. Doch die fällt nicht gut aus.

„Gerade wir im Grenzland sollten die Chancen der offenen Grenzen nutzen und zum Zusammenwachsen der Menschen in der Region beitragen“, sind sie sich einig. In diesem Zusammenhang gesteht Temmel auch ein, bei der Anmeldung ungarischer Schüler einen Fehler gemacht zu haben: „Aus heutiger Sicht war das nicht richtig, ich werde die Verantwortung dafür übernehmen.“ Welche Konsequenzen eine Verurteilung nach sich zöge, wollte Temmel aber nicht sagen. Er sei, so der amtierende Bundesrat weiter, jedenfalls der Meinung gewesen, dass die Anmeldungen korrekt gewesen seien. „Ich wollte nicht Gesetze verletzen sondern zum Zusammenwachsen der Regionen beitragen.“

„Szombathely als 

Große Chancen sehen Schrammel und Temmel in der 100.000 Einwohnerstadt Szombathely: „Dorthin müssen wir uns anbinden, dort liegen unsere Chancen .“ Die derzeitige Situation widerspreche dem europäischen Gedanken.

In diesem Zusammenhang stellen die Kommunalpolitiker auch eine Forderung bezüglich der Anmeldung von ungarischen Schülern in burgenländischen Schulen: „Die betroffenen Lehrer und Eltern, die Basis also, soll das entscheiden und nicht der Landesschulrat durch einen Erlass.“

Hansjörg Schrammel (l.) und Walter Temmel sind sich einig: „Derzeitige Situation widerspricht dem europäischen Gedanken.“

Pekovics