Erstellt am 08. August 2012, 00:00

Baustart rückt immer näher. VERKEHR / Nun wurde die S7 auch naturschutzrechtlich genehmigt. In den nächsten sechs Wochen kann beim Verfassungs- oder Verwaltungsgerichtshof berufen werden.

VON CARINA GANSTER

BEZIRK / Der Spatenstich für die Fürstenfelder Schnellstraße S7 rückt in greifbare Nähe. Zwar gibt es noch kein genaues Datum dafür, aber ein Baustart im heurigen Jahr ist fix, heißt es von der ASFINAG. Nach der Ausstellung des positiven UVP-Bescheides für den Abschnitt West im Frühjahr ist nun auch das naturschutzrechtliche Verfahren positiv abgeschlossen. Gegen diesen Bescheid ist kein ordentliches Rechtsmittel zulässig. Der Bescheid liegt zur öffentlichen Einsicht im Gemeindeamt der Gemeinden Deutsch Kaltenbrunn und Rudersdorf sowie beim Amt der Burgenländischen Landesregierung während der jeweiligen Amtsstunden zur öffentlichen Einsichtnahme im Zeitraum vom 1. August bis 26. September auf.

UVP-Verfahren für  Abschnitt Ost läuft noch

Für den zweiten Bauabschnitt, die 14 Kilometer von Dobersdorf bis zur Staatsgrenze, laufen derzeit die UVP-Verfahren. Kommt es hier zu keinen größeren Verzögerungen, soll 2014 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Spätestens 2017 soll die gesamte Strecke der Fürstenfelder Schnellstraße (S7) fertiggestellt sein. Der Bau beginnt am späteren Knoten mit der Südautobahn in Ilz mit der Verbreiterung der bestehenden Brücke. Der kritischste Bauabschnitt, der Tunnel bei Rudersdorf, soll erst im Frühjahr in Angriff genommen werden. Der erste Bauabschnitt soll 435 Millionen Euro kosten, 92 Millionen davon sind für Umweltmaßnahmen eingeplant: Hier geht es um waldverbessernde Maßnahmen. Es werden Amphibienlaichgewässer angelegt, Wiesen werden in Brachflächen und Äcker in Wiesen umgewandelt, um die ökologische Funktionsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Es gebe zwar nach wie vor Widerstände gegen das Projekt, räumt die Asfinag ein – man rechne aber dennoch damit, dass das Bauvorhaben ohne größere Proteste durchgeführt werden kann – immerhin bringe das Projekt eine Entlastung für die mehr als 10.000 Einwohner der Region, argumentiert die Asfinag.

„Wir rechnen mit einer Fertigstellung des Westabschnittes 2016/2017. Abhängig auch davon, wie wir mit den Ausschreibungen vorankommen“, heißt es von der Asfinag.