Erstellt am 25. November 2015, 05:38

von Carina Ganster

Benzin verseucht Erdreich. Kontaminierter Boden bei Turmöl-Tankstelle soll abgetragen werden. Bezirksbehörde leitet wegen Bodenverunreinigung Verwaltungsstrafverfahren gegen Konzern ein.

Seit zwei Wochen ist die Turmöl-Tankstelle in Stegersbach geschlossen, weil ausgetretener Treibstoff das Erdreich verseucht hat. Foto: Ganster  |  NOEN, Carina Ganster

Wie weitreichend die Folgen für Anrainer der Stegersbacher Turmöl-Tankstelle sind, ist derzeit noch ungewiss.

Was allerdings fest steht, ist, dass ausgetretener Treibstoff das Erdreich verseucht hat. Die Tankstelle wurde bereits vor zwei Wochen von den Betreibern geschlossen.

„Fordere, dass der Unfall genau untersucht wird“

Aktuell beschäftigen sich Gemeinde und Bezirkshauptmannschaft mit dem Vorfall, der den Anrainern sauer aufstößt.

„Ich fordere, dass der Unfall genau untersucht wird. Wir wissen nicht, ob Treibstoff ins Grundwasser geflossen ist beziehungsweise welche weitreichenden Folgen dieser Austritt für die Gesundheit der Bevölkerung hat“, sagt ein Anrainer, der anonym bleiben möchte.

Ortschef: „Keine Gefahr für die Bevölkerung“

Bürgermeister Heinz-Peter Krammer versichert hingegen gegenüber der BVZ, dass die Gemeinde alle Hebel in Bewegung setzen wird, um den Vorfall restlos aufzuklären.

„Wir stehen im ständigen Kontakt mit der Bezirkshauptmannschaft, die den Unfall derzeit genau untersucht. Probebohrungen sollen nun zeigen, wie stark die Verunreinigung ist. Für Menschen besteht derzeit keine akute Gefährdung“, versichert der Ortschef.

Weitreichende Folgen wird der Vorfall allerdings für das Unternehmen haben, denn die Firma Turmöl hat nach Bekanntwerden des Treibstoffaustritts eigenständig begonnen, die kontaminierte Erde abzutragen, ohne die BH zu informieren.

Bezirkshauptfrau Nicole Wild will keine Auskünfte erteilen, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt.: „Ein Verwaltungsstrafverfahren wurde eingeleitet und der Vorfall wird genau untersucht.“