Erstellt am 21. September 2016, 05:29

von Michael Pekovics

Buschenschank: Fremder Wein erlaubt. Buschenschankgesetz soll per Verordnung geändert werden: Heurige dürfen Trauben aus dem EU-Ausland zukaufen. Die Änderung soll nur für ein Jahr gültig sein.

Magere Ernte. Ein Jahr lang dürfen Buschenschank-Betriebe Trauben aus dem EU-Ausland zukaufen. Foto: bilderbox.com  |  bilderbox.com

Frostschäden im Frühjahr plus Hagelschauer im Sommer ergibt Weinmangel. So einfach lautet die Gleichung, die die Landesregierung dazu veranlasst, das Buschenschankgesetz per Verordnung zu ändern: Für ein Jahr befristet soll es für Buschenschank-Betriebe möglich sein, Trauben auch aus dem EU-Ausland zuzukaufen.

Landesrätin Verena Dunst gab das am Rande einer Pressekonferenz bekannt: „Wir werden in der nächsten Sitzung (Anmerkung: morgen, Donnerstag) die Änderung des Gesetzes beschließen, weil es heuer zu wenig Wein gibt. Ohne Zukauf von Trauben würde für die Buschenschank-Betriebe der Region eine existenzgefährdende Situation eintreten – die Erntemengen sind aufgrund der extremen Wetterereignisse einfach zu gering.“

Schon jetzt würden zahlreiche Sturm-Heurige oder -Veranstaltungen abgesagt, weil die Trauben ausschließlich für den teureren Wein verwendet werden. Normalerweise ist es Buschenschank-Betrieben ja nur erlaubt, Getränke zu verkaufen, wenn „deren Rohprodukte im Burgenland erzeugt worden sind“. „Die heurige Situation hat uns aber dazu veranlasst, das Gesetz zu ändern. Schließlich wollen wir den vielen kleinen Betrieben unter die Arme greifen, das Wetter hat ihnen heuer schon genug zugesetzt“, sagt Dunst.