Erstellt am 26. Oktober 2016, 04:33

von Elisabeth Kirchmeir

Watschen für Frau und Tochter, Hund misshandelt. Ein 42-jähriger Mann wurde verurteilt, weil er seine Frau und seine Tochter schlug und seinen Hund misshandelte.

Symbolfoto: dpa/Maurizio Gambarini/Wodiczka  |  NOEN, dpa/Maurizio Gambarini

Gewalt war offenbar in einem Haushalt im Südburgenland an der Tagesordnung: Ein 42-jähriger Mann soll Frau und Tochter wiederholt geschlagen, getreten und an den Haaren gezerrt haben.

„Wie oft ich Ohrfeigen bekam, weiß ich nicht“

Auch an seinem Hund soll der Mann seine Wut ausgelassen und diesen mehrfach getreten haben. „Ab und zu hat er einen Arschtritt bekommen, aber nicht permanent“, so der Angeklagte, der sich am Montag dieser Woche vor Gericht verantworten musste.

„Wie oft ich Ohrfeigen bekam, weiß ich nicht“, sagte die Tochter des Mannes aus, die sich während der Übergriffe im Teenageralter befunden hatte. „Mit 15 fing ich an, mich zu wehren, deshalb wurde es ab 2013 extremer“, so das Mädchen.

Tochter an den Haaren ins Zimmer gezerrt

Ihr Vater habe sie, wenn er wütend war, an den Haaren ins Zimmer geschleift und sie getreten. Dass es auch gegenüber der Lebensgefährtin ihres Vaters zu Gewalttätigkeiten kam, habe sie akustisch wahrgenommen.

Die Lebensgefährtin des Angeklagten ist mittlerweile dessen Ehefrau. „Er hat mir mehrmals mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen und mich gegen einen Türstock gestoßen, sodass ich am Hinterkopf eine blutende Platzwunde erlitt“, berichtete sie. Außerdem habe er sie an den Haaren gerissen und ihr mit Mord und Selbstmord gedroht, wenn sie ihn verlassen würde.

„Sachen sind passiert, die nicht hätten passieren dürfen“, gab der Angeklagte zu. Er habe sich mit seiner Frau „ausgeredet“ und eine Paartherapie gemacht.

Der unbescholtene 42-Jährige wurde zu zehn Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. „Bitte nehmen Sie sich das zu Herzen. Wenn wieder etwas vorfallen sollte, laufen Sie Gefahr, ins Gefängnis zu kommen“, warnte die Richterin den Angeklagten. Dieser zeigte sich mit dem Urteil einverstanden.