Erstellt am 18. März 2015, 13:15

von Carina Ganster

Wer will zur Feuerwehr?. Der Bezirk Jennersdorf sucht vier Kommandanten, einen Stellvertreter und mit Jahresende auch einen neuen Bezirkschef, da dieser auch mit dem Rücktritt spekuliert.

Günther Pock überlegt, nach elf Jahren als Bezirksfeuerwehrkommandant zurückzutreten.  |  NOEN, Ganster
Die Feuerwehren Mühlgraben, Kalch, Bonisdorf und Rax-Bergen suchen einen Kommandanten. Auch die Stadtfeuerwehr Jennersdorf ist auf der Suche nach einem Stellvertretenden Kommandanten. Bezirksfeuerwehrkommandant Günther Pock überlegt – vorausgesetzt es findet sich ein Nachfolger – sein Amt mit Ende des Jahres niederzulegen.

Lösung für Bonisdorf muss gefunden werden

Mit der aktiven Suche tun sich jedoch auch viele Probleme auf, bestätigt Pock gegenüber der BVZ. In Mühlgraben hat Siegfried Ecker seine Funktion als Kommandant nach mehr als 25 Jahren zurückgelegt. Derzeit führt sein Stellvertreter die Geschäfte weiter, aber ein Nachfolger ist noch nicht gefunden.

Ähnlich ist die Situation in Kalch, wo Kommandant Herbert Hirtl seinen Rückzug nach 14 Jahren mit Ende März angekündigt hat. In drei Mitgliederversammlungen wurde kein Nachfolger gefunden, bis Ende September wird Hirtls Stellvertreter Wolfgang Weber interimistisch das Kommando leiten.

Für Bonisdorf muss ab Juli eine Lösung gefunden werden. Die bisherigen Gespräche für eine Nachfolge des Kommandanten Christian Weber sind bisher ohne Ergebnis geblieben.

„Wir versuchen, alle Kommandos neu zu besetzen und auch
um meinen Nachfolger werde ich mich sehr bemühen.“
Günther Pock,
Jennersdorfs Bezirksfeuerwehrkommandant

Auch in Rax-Bergen ist das Problem eines Nachfolgers ungelöst. Einzig für die Stelle des nachzubesetzenden stellvertretenden Kommandanten der Stadtfeuerwehr Jennersdorf, Michael Thomas, gibt es drei Bewerber. Alle anderen Feuerwehren haben bis zumindest Ende Juni Zeit, die Nachfolge zu klären. Was dann passiert ist ungewiss.

„Eigentlich hab auch ich mit dem Gedanken gespielt, mit Ende des Jahres mein Amt nach elf Jahren zur Verfügung zu stellen. Derzeit ist das, aufgrund der angespannten Personallage, aber wahrscheinlich keine gute Idee. Trotzdem versuchen wir, alle Kommandos neu zu besetzen und auch um meinen Nachfolger werde ich mich sehr bemühen“, versucht Pock positiv in die Zukunft zu blicken.