Erstellt am 30. März 2011, 00:00

Breitband: Minihof zeigt wieder Eigeninitiative. INTERNET / In den kommenden drei Monaten werden Provider eingeladen Angebote für den Ausbau im Süden abzugeben.

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VON CARINA GANSTER

BEZIRKE / „Die weißen Flecken sollen endlich verschwinden“, zumindest da sind sich die beiden Namens- und Bürgermeisterkollegen Helmut Sampt (ÖVP, Neuhaus am Klausenbach) und Helmut Sampt (SPÖ, Minihof Liebau) einig. Was die Umsetzung und die Finanzierung vom Ausbau des Breitbandinternets anbelangt haben sie aber unterschiedliche Vorstellungen.

Der VP-Sampt versucht schon seit Jahren das Breitbandinternet ins Südburgenland zu bekommen. „Ich möchte, dass das Land die Kosten bezahlt und die Gemeindekassen nicht belastet werden.“ Im Gegensatz zum SP-Sampt, der in seiner Gemeinde keine Kosten und Mühen scheut, um die Bürger ans Breitbandinternet anzuschließen. Bereits im Jahr 2009 wurde den Bürgern aus dem Ortsteil Tauka der Zugang zum schnellen Internet ermöglicht. Nun sollen auch die Windisch Minihofer ans Netz angeschlossen werden. Bereits nach Ostern wird man das schnelle Internet in Windisch Minihof nutzen können. In einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss wurde zusammen mit der Firma „Hochstraden.net“ der Ausbau in Angriff genommen. Der Ausbau kostet rund 10.000 Euro und wird mit 50 Prozent (5.000 Euro) vom Land gefördert. „Andere reden und fordern, aber wir handeln nach dem Motto: ,Taten statt Worte‘. Uns sind die Bürger wichtig, nicht parteipolitisches Taktieren“, sagt Minihof Liebaus Bürgermeister Helmut Sampt (SPÖ).

RMB lädt alle Provider ein,  Angebote abzugeben

Während in Tauka der Ausbau von Breitbandinternet schon voranschreitet, hat das Land nun das RMB (Regionalmanagement Burgenland) beauftragt, um verschiedene Provider einzuladen und Anbote für den Breitbandausbau im Südburgenland einzuholen. „Am Wochenende geht die Ausschreibung an die verschiedenen Provider hinaus. Ende Mai endet dann die Einladungsfrist. Daraufhin werden die Vorschläge bewertet und der Bestbieter bekommt den Zuschlag. Es kann nicht sein, dass die Gemeinden selbst bezahlen sollen, denn die Landesregierung hat bereits 2003 den Ausbau beschlossen“, meint Landtagsabgeordneter Helmut Sampt (ÖVP).

700.000 Euro für den Ausbau  der Breitband-Infrastruktur

Neben dem Land Burgenland werden auch Gelder der Europäischen Union und des Bundes für das schnelle Internet zur Verfügung gestellt. Im Sommer soll mit dem Ausbau mit Gesamtinvestitionen für das ganze Burgenland in der Höhe 700.000 Euro begonnen werden. Das Land übernimmt 87.500 Euro der Kosten, der Bund ebenfalls 87.500 Euro und von Seiten der Europäischen Union werden 525.000 Euro in den Breitbandausbau ins Burgenland fließen.