Güssing

Erstellt am 17. Juli 2017, 05:59

von Michael Pekovics

Tierschutzprojekt in Neusiedl: Aus vor dem Start?. Eleonora Dziurzynski möchte in Neusiedl bei Güssing ein Tierschutzprojekt umsetzen – und kämpft dafür.

Probleme mit den Behörden? Die Genehmigung für das Projekt des Vereins „Animal Family Friends“ ist in weiter Ferne.  |  zVg

Seit mehr als zwei Jahren verfolgt Eleonora Dziurzynski einen Plan: Sie will mit ihrem Verein „Animal Family Friends“ auf einem Grundstück in Neusiedl bei Güssing eine Hundepension und in weiterer Folge ein Tierheim errichten. Das Projekt ist in Kooperation mit „Neustart“ geplant, einem Verein, der sich um die Resozialisierung von straffällig gewordenen Menschen kümmert.

„Mein Projekt hier wird zugrunde gerichtet“

Jetzt steht die Tierschützerin aber vor einem Problem: Aufgrund der langen Behördenwege und fehlender Genehmigungen beziehungsweise Zusagen bekommt sie keinen Kredit von der Bank, kann deshalb das Grundstück nicht kaufen, weshalb ihr die Delogierung droht. „Ich habe zwei Wochen Zeit, um einen Bürgen zu finden. Das Projekt wäre fix und fertig.“

Allerdings fehle noch ein Gutachten der Gemeinde, das aber laut Dziurzynski nie in Auftrag gegeben wurde. Direkt angreifen will sie keine der zuständigen Behörden, weder die Gemeinde, noch die Bezirkshauptmannschaft.

Aber: „Obwohl ich alles vorweisen kann, was im Gesetz steht, wird mein Projekt hier zugrunde gerichtet – das ist Hetze gegen Tierhaltung an sich, das sollte in einem Rechtsstaat nicht passieren dürfen. Ich verstehe die Bedenken der Behörden und bemühe mich, diese aus dem Weg zu räumen. Aber wegen dieser langwierigen Verzögerungen bitte ich jetzt um Unterstützung, damit den Tieren nichts passiert und wir hier gemeinsam ein gutes Projekt auf die Beine stellen können.“

Tierschutz: Ministerin rudert doch zurück

Entspannung gibt es hingegen bei der seit 1. Juli gesetzlich verbotenen Vermittlung von Tieren über das Internet ( die BVZ berichtete, siehe hier ). Das Gesundheitsministerium hat eine Übergangsfrist bis zum 1. Juli 2018 eingeräumt, bis dahin ist die Tiervermittlung über das Internet wieder erlaubt.

Ein „grüner Erfolg“ glaubt Landtagsabgeordneter Wolfgang Spitzmüller: „Unsere Berichte, parlamentarische Anfragen und Proteste haben offenbar Wirkung gezeigt.“