Erstellt am 14. Januar 2015, 10:01

von Carina Ganster

Wirbel um Feuerwehr-Alarm. Neudau oder Stegersbach? Gemeinde Burgauberg ärgert sich über die Alarmierung der „falschen“ Feuerwehr.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
Zum Glück sind im vergangenen Jahr bei zwei Bränden im Gemeindegebiet keine Personen zu Schaden gekommen, dafür kam es aber zu großen materiellen Schäden. Die beiden Brände beschäftigen die Gemeinde auch noch im neuen Jahr. Konkret geht es um die Alarmierung der Feuerwehren.

„Kämpft mit Kompetenzproblemen seit Jahrzehnten“

„Der Feuerwehrnotruf geht vom burgenländischen Gebiet zur Sicherheitszentrale nach Eisenstadt. Diese aber verständigt nicht die zuständige Feuerwehr Neudau oder Burgau, sondern die Feuerwehr Stegersbach“, ärgert sich Bürgermeister Franz Glaser.

Laut ihm führt das zu Verzögerungen, mit schwerwiegenden Folgen. „Im Falle des Brandes bei einem Haus in der Gemeinde wurde die Feuerwehr Neudau zusätzlich von privaten Personen verständigt und war trotz späterer Verständigung als erste am Einsatzort“, erklärt Glaser.

Geht es nach ihm, sollte die Landessicherheitszentrale zuerst die Feuerwehr Neudau alarmieren, da diese ortskundig und schneller am Einsatzort sei.

„Die Gemeinde kämpft mit diesen Kompetenzproblemen schon seit Jahrzehnten und hat die aktuellen Ereignisse zum Anlass genommen, mit den zuständigen Stellen eine Lösung zu suchen“, sagt Glaser.

Florianis verstehen Aufregung nicht, Lösung wird überlegt

Bei der Landessicherheitszentrale versteht man die Aufregung nicht. „Das letzte Mal ist es 2012 zu einer alleinigen Alarmierung der Feuerwehr Stegersbach gekommen. Seit damals wurde immer die steirische Feuerwehr zusätzlich verständigt. Die Alarmierung einer steirischen Wehr kann nur über die Steiermark erfolgen, weshalb wir die dort zuständige Sicherheitszentrale bei Ankommen eines Alarms aus der Gemeinde Burgauberg-Neudauberg über Telefon von uns aus verständigen“, erklärt Richard Prunner, Leitstellenleiter für den Feuerwehrdienst.

Damit die Alarmierungskette noch besser funktioniert, überlegen Gemeinde und Landessicherheitszentrale jetzt eine Lösung – schließlich gehe es um die Sicherheit.