Erstellt am 01. Februar 2012, 00:00

Bus-Lösung bis Ferien gesucht. VERKEHR / Nachdem zwei Linien der ÖBB-Postbus GmbH eingestellt wurden, gab es nach einer Petition erste Gespräche zwischen Schulen, Gemeinden und Konzern.

Kleinmürbischs Bürgermeister Martin Frühwirth, Inzenhofs Ortschef Jürgen Schabhüttl, BORG-Direktor Franz Flamisch, HS-Direktor Hebert Alber, Karl Pratl von der Ecole und Gerhard Schrantz, Chef der Gemeinde Heiligenbrunn, setzen sich für die Schüler ein. BAUMGARTNER  |  NOEN
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VON SARAH BAUMGARTNER

GÜSSING / Zwei Linien der ÖBB Postbus GmbH in Richtung Inzenhof und weiter nach Heiligenbrunn wurden im Dezember kurzfristig eingestellt, die BVZ berichtete. Zu wenige Fahrgäste waren dafür verantwortlich. Die Direktoren des BORGs, der Ecole und der Hauptschule Güssing sowie die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden Großmürbisch, Kleinmürbisch, Inzenhof, Tschanigraben und Heiligenbrunn haben daraufhin eine Petition unterschrieben. Diese zielt darauf ab, die Linien wieder einzuführen.

Alle Verantwortlichen  saßen an einem Tisch

Vergangene Woche gab es ein Treffen der Verantwortlichen der Schulen, Bürgermeister sowie der ÖBB-Postbus GmbH. Laut Hauptschul-Direktor Herbert Alber waren die Gespräche zwar fruchtbar, Lösungen werden aber erst in den kommenden Tagen und Wochen erwartet, aber spätestens bis zu den Energieferien Mitte Feber. Das bestätigte auch Kleinmürbischs Bürgermeister Martin Frühwirth: „Derzeit laufen die Verhandlungen noch. Wir sind so verblieben, dass in den nächsten 14 Tagen eine gemeinsame Lösung gefunden wird. Derzeit werden verschiedene Lösungsansätze ausgearbeitet. Die vorhandenen Möglichkeiten müssen erst durchgerechnet werden.“ Auch Herbert Stelzer, von der ÖBB-Postbus GmbH bestätigt: „Spätestens nach den Semesterferien werden wir eine Lösung präsentieren.“ Verschwiegen wird nicht, dass auch Gespräche mit anderen Anbietern geführt werden.

Ein Vorschlag der Direktoren und Bürgermeister lautet: Eine, beziehungsweise zwei der drei geführten Mittagslinien zu streichen, dafür aber wieder die Nachmittagslinien einzuführen. „Die drei Mittagskurse sind zum Teil nicht notwendig und auch zeitlich nicht an den Unterricht angepasst. Eine bis zwei davon könnte man streichen“, so die Unterzeichner der Petition. Sie fordern aber im Gegenzug, dass man wieder zwei Linien am Nachmittag einführt. Angemessen an die Zeiten, zu denen die Schüler auch ihren Heimweg antreten können, da eine der Linien nicht an die Unterrichtszeiten angepasst geführt wurde. „Die Eltern haben sich bereits daran gewöhnt, die Kinder abzuholen, da die Schüler nach Unterrichtsschluss um 16 Uhr eine Stunde auf den Bus um 17 Uhr warten mussten. Der Bus um 17.10 Uhr war falsch angesetzt. Wir fordern eine Linie, die nach Schulschluss um etwa 16.15 Uhr und um 18. 15 Uhr (wie bisher) in Richtung Inzenhof fährt.“

Derzeit müssen Schüler nach  14 Uhr abgeholt werden

Für einige Schüler bringt die Einstellung der Nachmittagslinien – es gibt jetzt keine Möglichkeit mehr, nach 14 Uhr mit dem Bus nach Hause zu kommen – große Schwierigkeiten mit sich. „Die Eltern sind nun gezwungen, die Kinder abzuholen, aber es gibt auch berufstätige Eltern“, sind die Direktoren besorgt.