Erstellt am 13. November 2013, 23:59

von Michael Pekovics

,Bus-Taxis‘ als Lösung. Verkehr / Ruftaxi-System flächendeckend ab 1. Feber. Eine Fahrt nach Güssing kostet 2,50 Euro. Vier Einzelprojekte unter einem Dach.

Von Michael Pekovics

GÜSSING, REGION / Die Bürger des Pinkatals können aufatmen. Ab 1. Feber wird es möglich sein, mit dem Taxi um 2,50 Euro in die Bezirkshauptstadt Güssing zu kommen. Möglich wird das durch eine Kooperation von vier Taxiunternehmen sowie durch Bundes- und Landesförderungen.

Erreichbar unter einer zentralen Nummer

Eigentlich sind es vier Projekte: Das Dorfshuttle Dt. Schützen-Eisenberg (Richtung Kohfidisch - Linie G1), zwei Regio-Shuttle (Bildein, Eberau, Moschendorf und Teile Strems Richtung Güssing; Heiligenbrunn und Teile Strems Richtung Güssing) und das City-Taxi Güssing (für die Ortsteile).

Eine Fahrt soll voraussichtlich 2,50 Euro kosten (Tageskarte 5 Euro, Wochenkarte 10 Euro, Monatskarte 20 Euro, Jahreskarte 100 Euro). Die Taxis der vier Unternehmen haben sich zu einem Busverband zusammengeschlossen und werden von 8 bis 18 Uhr unter einer zentralen Nummer erreichbar sein.

Für Eberaus ÖVP-Bürgermeister Johann Weber ein „Meilenstein, was die Mobilität im Bezirk“ betrifft: „Perfekt für die oft nicht mehr mobile Zielgruppe 70+.“ Auf die Gemeinden kommen Kosten von rund fünf Euro pro Einwohner und Jahr zu, nach Ablaufen der Förderung wird dieser Betrag auf rund neun Euro steigen.

Zum Beispiel kalkuliert Güssing mit Kosten von rund 46.000 Euro, rechnet man die Förderungen weg, werden rund 20.000 Euro übrig bleiben.

Startschuss am 1. Februar

„Da braucht es aber noch konkrete Verhandlungen“, sagt Stadtchef Vinzenz Knor (SPÖ), der betont, dass „wir damit auch die Ortsteile versorgen können“. Das Projekt „Busverband“ ist aber nur ein erster Schritt und auf andere Gemeinde erweiterbar: „Unser Ziel bleibt trotzdem die Einführung eines Liniensystems“, sagt Weber.

Etwas anders sieht das Patrick Poten, Obmann der burgenländischen Taxiinnung: „Dieses Projekt muss man als Zubringer zum öffentlichen Verkehr sehen. Wir müssen die Busse stärken, damit nicht noch mehr Linien eingestellt werden.“ Startschuss ist am 1. Feber.