Erstellt am 23. Januar 2013, 00:00

Chaos auf den Straßen. Starke Schneefälle / Im gesamten Burgenland hielt das winterliche Wetter die Einsatzkräfte auf Trab. Allein die Feuerwehr Heiligenkreuz musste drei Mal hintereinander ausrücken.

Kritischer Einsatz in Unterhenndorf. Ein Pkw drohte mitsamt dem Lenker abzustürzen. Die Feuerwehren Königsdorf und Henndorf bargen das Fahrzeug.zVg/FF Königsdorf  |  NOEN
Von Michael Pekovics

REGION / Der Wintereinbruch hielt in der Vorwoche die Einsatzkräfte in Atem. Zahlreiche Unfälle auf den Straßen, Stromausfälle in 2.500 Haushalten und Straßensperren bestimmten das öffentliche Leben in den Bezirken Oberwart, Güssing und Jennersdorf.

Am Donnerstag kam es ab sechs Uhr morgens zu einer rund eineinhalbstündigen Störung in der Stromversorgung, weil Bäume auf die Leitungen gestürzt waren. Betroffen waren 2.500 Haushalte in den Gemeinden Eltendorf, Poppendorf, Heiligenkreuz, Welgersdorf, Hannersdorf, Burg, Eisenberg, Dt. Schützen, Gritsch, Welten und Mühlgraben. Kurz vor acht hatten Mitarbeiter von Netz Burgenland die Versorgung aber wieder hergestellt.

Mehr zu tun hatten die Einsatzkräfte, allen voran die Feuerwehren der Region. „Die Woche war intensiver als normale Winterwochen“, erzählt Günther Pock, Bezirksfeuerwehrkommandant in Jennersdorf. „Umgestürzte Bäume haben mehrere Straßen blockiert, außerdem mussten wir zahlreiche Fahrzeuge bergen.“ Zum Glück gingen die meisten Unfälle aber glimpflich und ohne Verletzungen von Fahrzeuglenkern aus.

Die Feuerwehr Heiligenkreuz musste am Dienstag der Vorwoche drei Mal hintereinander ausrücken: Zuerst zu einer Fahrzeugbergung nach Zahling (8 Uhr), dann zu einem Schaufeleinsatz, weil das Dach eines älteren Gebäudes einzustürzen drohte (9.30 Uhr, siehe Foto rechts oben) und schlussendlich zu einem Einsatz in Heiligenkreuz-Bergen (11.30 Uhr): Ein Pkw kam in einer Kurve von der Fahrbahn ab und blieb im Graben stecken.

Den spektakulärsten Einsatz hatten aber wohl die Florianijünger aus Mogersdorf zu bewältigen: Ein Pkw war in Unterhenndorf von der Straße abgekommen und nur mit dem Motorblock an der Böschung hängen geblieben – hinter dem Fahrzeug ging es steil bergab (siehe Foto rechts unten). „Der Fahrer durfte das Fahrzeug nicht verlassen, sonst wäre es vielleicht abgestürzt und hätte sich überschlagen“, erzählt ein Feuerwehrmann.

Auch die Stadtfeuerwehr Güssing war im Großeinsatz: Fahrzeug-Bergungen in Rosendorf (siehe oben links), Güssing, Langzeil, Rauchwart und Krottendorf hielten die Florianijünger auf Trab.

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