Erstellt am 26. Januar 2011, 00:00

Chaos um Zebrastreifen-Gutachten. SCHUTZWEGE / Weder Bezirkshauptmannschaft Jennersdorf noch das Bau- und Betriebsdienstleistungszentrum Süd in Oberwart fühlen sich für die Auswertung zuständig.

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VON CARINA GANSTER

JENNERSDORF / Auf der Straße sind sie schon lange Geschichte, im Gedächtnis der Bürger sind sie jedoch noch immer vorhanden, die sieben entfernten Zebrastreifen. Die Geschichte um das Bestehen oder Nichtbestehen der breiten weißen Streifen im Bezirksvorort will kein Ende nehmen. Wie die BVZ bereits berichtete, wurde Ende 2010 eine von der Gemeinde in Auftrag gegebene Verkehrszählung durchgeführt. Der Bericht liegt bereits seit Beginn des Jahres in der Gemeinde Jennersdorf vor – jedoch ohne Ergebnisse, da die Gemeinde nur die Zählung beim Kuratorium für Verkehrssicherheit in Auftrag gegeben hatte. Wie sich nun herausstellt, ein wahrscheinlich erheblicher Fehler in der Kette der Zuständigkeiten.

Somit gibt es zwar ein Ergebnis, aber kein Gutachten. Sprich: Was die erhobenen Zahlen mit sich bringen, ist unbekannt. Bürgermeister Thomas hat bereits vor drei Wochen die zuständige Behörde, die Bezirkshauptmannschaft Jennersdorf, mit der Ausarbeitung eines Gutachtens („Wiedererrichtung eines Schutzweges“) beauftragt. Damals hatte Bezirkshauptmann Hubert Janics gegenüber der BVZ noch gesagt, dass die BH das Gutachten erstellen wird und somit auch zuständig ist. Nun hat sich die Sachlage aber verändert.

„Das Gutachten ist nach Oberwart zum Bau- und Betriebsdienstleistungszentrum Süd gewandert. Dort sitzt ein Sachverständiger, der die Daten ausarbeiten wird“, erklärt Bezirkshauptmann Hubert Janics.

Keiner will für Gutachten  verantwortlich sein

Dort will man aber für die Erstellung des Gutachtens auch nicht zuständig sein. „Der Akt ist bei uns am 19. Jänner eingelangt und soll, wenn es nach BH und Gemeinde geht, behandelt werden. Im Zuge des runden Tisches wurde jedoch entschieden, dass sich das Kuratorium mit der Datenerhebung befassen soll, somit fällt die Gutachtenerstellung nicht in unseren Zuständigkeitsbereich“, erklärt der Sachverständige Ing. Pratscher. Die Beamten des Bau- und Betriebsdienstleistungszentrum Süd werden in der kommenden Woche entscheiden, ob das Zahlenwerk unbearbeitet wieder zurück zur BH Jennersdorf wandert.

Bezirkshauptmann Hubert Janics war aufgrund der aktuellen Ereignisse für eine weitere Stellungnahme nicht mehr erreichbar. Bürgermeister Thomas hingegen ist sicher, dass die Gemeinde richtig gehandelt hat, denn: „Das Einzige, das zählt, ist ein schnelles Ergebnis.“ Wer aber im Endeffekt zuständig und für die „schnelle“ Erledigung verantwortlich ist, bleibt weiter offen…