Erstellt am 27. April 2011, 00:00

‚Das Gogers‘ ist insolvent. INSOLVENZ / Die Gesellschaft, die das Hotel führte, musste Konkurs anmelden. Die Liegenschaft ist nicht in deren Eigentum.

STEGERSBACH / Über das Vermögen des Unternehmens „Das Gogers GmbH & Co KG“ (vormals Kurt Goger GmbH & Co KG) wurde ein Konkursverfahren eröffnet. Gerhard Weinhofer vom österreichischen Verband Creditreform (staatlich bevorrechteter Gläubigerschutzverband) erklärt die bekannten Details: „Insgesamt sind 42 Gläubiger betroffen. Bereits seit Oktober 2010 ist das Hotel geschlossen und alle Dienstnehmer sind abgemeldet.“

Im Dezember 2010 wurde die Liegenschaft an die Harald Fischl Holding verkauft, nicht aber die Gesellschaft. Die Gesellschaft „Das Gogers“ besteht weiterhin. „Obwohl die Liegenschaft belastet war, gab es eine Einigung zwischen Herrn Fischl und dem Schuldner“, betont Weinhofer. Den Konkurs führt Weinhofer auf die Baukosten zurück: „Die geplanten Baukosten betrugen ursprünglich 3,6 Millionen Euro, haben aber acht Millionen Euro ausgemacht“, und er erklärt weiter: „Bilanzen liegen uns keine vor. Die bekannten Verbindlichkeiten, Schulden an Lieferanten, betragen 250.000 Euro.“

Baukosten für Hotel waren  mehr als doppelt so hoch

„Der Masseverwalter prüft die Rückabwicklung des Kaufvertrages.“ Für Harald Fischl, Geschäftsführer der Fischl Holding, kein Problem: „Es ist sogar Pflicht diese Geschäftsabwicklung zu prüfen.“ Zum Masseverwalter wurde Gerwald Holper aus Eisenstadt bestellt. Aus dem Büro des Rechtsanwalts war zu erfahren: „Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 20. Juni 2011 einbringen, daher kann man noch nichts Konkretes zur insolventen Gesellschaft sagen.“

Alfred Hackl, Kommanditist von „Das Gogers“ und General Manager des Fünf-Sterne Spirit Hotels Thermal Spa in Bad Sárvár (Ungarn) nimmt Stellung: „Es ist unser Bestreben einen gerichtlichen Ausgleich für das Unternehmen zu erreichen. Ein Großteil der Gläubiger hat bereits einem außergerichtlichen Ausgleich zugestimmt. Auch der neue Eigentümer Harald Fischl hat seine diesbezügliche Unterstützung zugesagt.“ Weinhofer fügt hinzu: „Alfred Hackl ist Kommanditist und haftet nicht persönlich dafür.“ Fischl dazu: „Ich habe Alfred Hackl meine Unterstützung zugesagt und halte mein Wort. Das Gebäude ist nicht betroffen.“