Erstellt am 25. April 2012, 00:00

Dauerparken ohne Strafe. PARKRAUMBEWIRTSCHAFTUNG / Neue Markierungen und Tafeln in den Kurzparkzonen sollen Dauerparker künftig mahnen. Kontrollen sind trotzdem nicht vorgesehen.

VON CARINA GANSTER

JENNERSDORF / Zu wenig Parkplätze und zu viele Dauerparker, ein großes Problem in der kleinsten Bezirkshauptstadt des Landes. Deshalb mahnt Bürgermeister Willi Thomas die Dauerparker und will die Parkraumbewirtschaftung strenger strukturieren. Die ersten Maßnahmen sollen sein, dass die Kurzparkzone innerhalb des Ortskerns wieder neu durchmarkiert wird. „Wir hoffen, dass wir durch die neuen Markierungen die Parker dazu anhalten genauer auf die vorgeschriebene Parkdauer zu achten. Die Kurzparkzone wird dadurch deutlicher erkennbar werden“, meint der Ortschef. So soll es auch wieder mehr freie Parkplätze in der Innenstadt geben.

Bauliche Insellösungen als  Querungshilfen angedacht

„Quasi ein Synergieeffekt“, so Thomas. Gestraft soll aber trotzdem nicht werden. „Das würde ohnehin nichts bringen, außerdem wären die Kosten für die Gemeinde zu hoch“, erklärt Thomas. Ein weiteres Verkehrsthema, das die Gemeinde seit Monaten beschäftigt, ist die Ersatzlösung für die vor mehr als einem Jahr entfernten Schutzwege. Die Gespräche zwischen Gemeinde und Straßenverwaltung haben auch nach einem Jahr keine Lösung gebracht. Grund dafür: Es gibt keine Vorschriften für die Markierungen anstatt der Schutzwege. „Neben diesem Problem ist auch die Frage, wer die Kosten für die Ersatzmarkierungen übernimmt, noch nicht geklärt. Zudem fehlt die offizielle Bewilligung, da es sich um eine Bundesstraße handelt. Da müssen quasi die Leute, die den Auftrag zur Entfernung der Schutzwege erteilt haben, den Auftrag zur Wiederaufbringung der sogenannten Querungshilfen geben“, kritisiert der Ortschef.

Falls es jemals zu einer Einigung zwischen Land und Gemeinde in der „Schutzweg-Causa“ kommen soll, wünscht sich Thomas eine bauliche Insellösung als Zebrastreifenersatz. „Zusätzliche Verkehrszeichen bringen aufgrund der geringen Frequenz ohnehin nichts. Zudem sollen Beschilderungen ja eingedämmt werden. Eine Verkehrsinsel erregt aber Aufsehen.“