Erstellt am 13. April 2011, 00:00

Der Gürtel ist eng, aber die Luft reicht noch aus. GEMEINDERAT / Mit Stimmen von ÖVP und SPÖ wurde der Rechnungsabschluss beschlossen, der für den Ortschef „positiv“ ist.

VON CARINA GANSTER

JENNERSDORF / „Eigentlich ist der Rechnungsabschluss 2010 eine Verbesserung gegenüber dem Jahr 2009. Vor allem deswegen, weil schon bei der Budgetierung auf die verringerten Einnahmen Rücksicht genommen werden konnte“, erklärt Bürgermeister Willi Thomas. Brisant ist auch die Tatsache, dass das Gemeindekonto, wie in der vergangenen Gemeinderatssitzung debattiert wurde, nur „wenige Tage“ im Plus war. Der Ortschef erklärte diese Tatsache folgendermaßen: „Die Gemeinde muss dem Land alles vorfinanzieren. Die Rückbuchungen werden erst in den letzten Wochen des Jahres vorgenommen, wenn das Geld vom Land kommt.“ Das Maastricht-Kriterium ergibt ein Plus von 764.000 Euro. „Vor allem durch wenig Investitionen und Ausgaben, niedrige Zinsen und kurzfristige Maßnahmen“, so der Vizebürgermeister.

Die Zinsbelastung wurde von 536.000 Euro auf 456.000 Euro reduziert. Leasingaufwände und Bürgschaften konnten ebenso reduziert werden. Die Gesamtschulden der Gemeinde Jennersdorf (17,6 Millionen Euro) konnten im Jahr 2010 um rund 200.000 Euro verringert werden. Von den Gesamtschulden sind rund 16,7 Millionen Euro „marktorientierte Schulden“, erklärt Vizebürgermeister Walter Post. Rund 900.000 Euro sind echte Schulden. Der Rechnungsabschluss wurde mit den Stimmen von ÖVP und SPÖ angenommen.

„Wir haben dem Rechnungsabschluss zugestimmt, da wir auch dem Budget für 2010 zustimmten. Jedoch sehe ich diesen als nicht wirklich positiv, denn mit dem geringen Plus werden nur andere Löcher gestopft“, kommentiert SPÖ-Stadtrat Manfred Gilly den Rechnungsabschluss.