Erstellt am 04. September 2013, 00:00

Details sickern durch. Güssing / Die Prüfung der Förderungen steht kurz vor dem Abschluss. Der BVZ wurden nun Details aus dem Zwischenbericht zugespielt.

Von Michael Pekovics

Seit Juni 2012 durchleuchten externe Experten auf Auftrag der WiBAG die Förderkulisse der Ökostadt Güssing in wirtschaftlicher und technischer Hinsicht. Damit soll geklärt werden, ob die rund 50 Millionen Euro Förderungen, die in den vergangenen Jahren geflossen sind, richtig verwendet wurden. In den vergangenen Monaten wurde die Veröffentlichung immer „vor“ oder „während“ des Sommers in Aussicht gestellt.

Der BVZ wurden nun Ergebnisse aus dem 36-seitigen wirtschaftlichen Zwischenbericht der Prüfung zugespielt. Insgesamt wurden neun Unternehmen durchleuchtet (Fernwärme, Biomassekraftwerk, Biostrom, Holztrocknung, Bio-SNG, Pyrotherm-Kraftwerk, Repotec, GET und EEE).

Sieben von neun Unternehmen neutral bis positiv bewertet

Bei nur zwei davon (Biomassekraftwerk und Pyrotherm) fiel die Bilanz negativ aus. Im Fall des Kraftwerks ist das Wegfallen der Forschungsförderung verantwortlich. Das Pyrotherm-Kraftwerk hat laut Insider-Informationen weitere zwei Millionen Euro Investitionsbedarf, um es überhaupt in Gang zu bringen.

Alle weiteren geprüften Gesellschaften wurden laut Bericht „neutral“ bis „positiv“ bewertet. Zudem gibt es laut dem wirtschaftlichen Bericht derzeit keine Hinweise auf Mehrfachförderungen. Diesbezügliche Gerüchte waren immer wieder als Grund für die Prüfung genannt worden.

Berichte könnten bis Oktober fertig sein

Als Grund für die Verzögerung nennt WiBAG-Direktor Günter Perner „den Konkurs des Biomassekraftwerks, wodurch sich andere wirtschaftliche Vorzeichen ergeben haben. Der technische Bericht ist aber fertig.“

Laut Perner könnten die Berichte bis Anfang Oktober fertig sein, danach sollen sie veröffentlicht werden. Das glaubt auch EEE-Geschäftsführer Reinhard Koch: „Dann werden die Gerüchte aus der Welt sein.“