Erstellt am 22. August 2012, 00:00

Die Stadt spart Steuern. EINSTIMMIG / Volks- und Hauptschule sowie Rathaus werden in Gesellschaft ausgelagert, um Vorsteuer abziehen zu können.

VON SARAH BAUMGARTNER

GÜSSING / Gestern, Dienstag, wurde in der Stadtgemeinde Güsing eine Gemeinderatssitzung abgehalten, in der der endgültige Beschluss zur Gründung der Wirtschaftspark Güssing GmbH & Co KG beschlossen wurde. Im Detail wurde besprochen und beschlossen, welche Gebäude der Stadt in die Gesellschaft aufgenommen werden sollen. Die Gemeinderatsmitglieder der ÖVP wie auch der SPÖ stimmten dem Vorschlag zu.

Noch-Stadtchef Peter Vadasz erklärt den Zweck für die Gründung der Gesellschaft folgendermaßen: „Mit Ende August läuft die Frist der Refundierung der Vorsteuer für Kommunen aus. So haben wir bereits im Juni eine eigene Gesellschaft gegründet, um über diese die Vorsteuer von 20 Prozent zurückerstattet zu bekommen.“

In diese Gesellschaft fallen – nach Beschluss am Dienstag – die sanierungsbedürftigen Gebäude der Volksschule, Hauptschule, alten Hauptschule in der Grabenstraße und des Rathauses. Das heißt, wenn Investitionen in diese Häuser getätigt werden, bekommt die neugegründete gemeindeeigene Gesellschaft die Vorsteuer zurück. „Das sind bei größeren Investitionen von beispielsweise drei Millionen Euro 600.000 Euro, die man zurückbekommt“, erläutert Vadasz.

Die Kommanditgesellschaft wurde bereits im Juni gegründet, der Beschluss fiel auch damals mit den Stimmen der SPÖ und der ÖVP. Mittlerweile wurde die Gründung seitens der Landesregierung genehmigt und im Firmenbuch eingetragen. Die genannten Gebäude stehen nun im Eigentum der Wirtschaftspark Güssing und werden von der Stadtgemeinde gemietet. Auch die Details der Mietvereinbarung wurden in der Sitzung behandelt.