Erstellt am 06. Juli 2011, 00:00

Discobus geht in die Probezeit. MOBILITÄT / Im Herbst 2011 soll der vorläufige Probebetrieb in acht Gemeinden starten. Fördersumme ist weiterhin ungewiss und beteiligte Discos zahlen nur mehr pro Gast.

VON CARINA GANSTER

BEZIRK / Seit Monaten steht fest, dass im Bezirk Jennersdorf ein Discobus fahren soll. Lange wurde verhandelt, um die Kosten für die beteiligten Gemeinden so niedrig als möglich zu halten.

Von den zwölf Gemeinden im Bezirk haben letztendlich acht Gemeinden (Dt. Kaltenbrunn, Rudersdorf, Königsdorf, Eltendorf, Mogersdorf, St. Martin an der Raab, Minihof Liebau und Mühlgraben) einer Teilnahme zugestimmt, wobei vier davon nur mitmachen, wenn der Preis pro Fahrgast 1,50 Euro nicht überschreitet. Die Gemeinden Jennersdorf, Heiligenkreuz, Weichselbaum und Neuhaus am Klausenbach haben das Projekt von Beginn an abgelehnt. Zwei Discos schienen als Großsponsor gefunden, doch nun hat sich das Blatt gewendet.

„Der Discobus startet mit Herbst seinen zwei- bis dreimonatigen Probebetrieb, die Höhe der Förderungen ist jedoch ungewiss“, erklärt Landtagsabgeordneter und Discobus Initiator Mario Trinkl (SPÖ). Auch der Preis unter 1,50 Euro pro Fahrgast pro Gemeinde wird voraussichtlich nicht gehalten werden können.

Weil die Kosten jetzt höher sind, haben nun noch einmal alle Gemeinden bis Ende Juli die Möglichkeit eine Teilnahme zu überdenken. Fakt ist, dass die beiden Großdiscos, die als Sponsoren in das Projekt eingestiegen sind, nun keinen Fixbetrag zahlen, sondern nur pro Besucher. „Wir rechnen damit, dass dieser Betrag rund zehn Prozent der Gesamtkosten deckt. Im besten Fall würde das ein Betrag zwischen 6.000 und 10.000 Euro sein“, so Trinkl.

In den vergangenen Jahren wurden rund 70 Prozent an Förderungen aus dem Nahverkehrstopf des Bundes ausbezahlt. Durch die angespannte Finanzlage könnte der Betrag im heurigen Jahr erheblich niedriger ausfallen. „Die Fördersumme kann auch nur 30 Prozent betragen, das wissen wir im Voraus leider nicht. Wir sind aber trotzdem positiv gestimmt“, meint Trinkl.