Erstellt am 26. September 2012, 00:00

Dorfbus fährt weiter. Anzeige / Das Projekt scheint, nachdem der Verein von der Wirtschaftskammer angezeigt wurde, gesichert. Laut Obmann Martin Frühwirth wurde die Anzeige fallen gelassen.

Von Sarah Baumgartner

REGION / Große Unruhe herrschte rund um den Dorfbus in den Gemeinden Kleinmürbisch, Großmürbisch, Inzenhof, Tschanigraben und Neustift bei Güssing. Die Wirtschaftskammer hatte Anzeige beim Finanzamt sowie bei der Gewerbebehörde, der Bezirkshauptmannschaft Güssing, gegen den Verein erstattet. Ermittlungen und Befragungen folgten. Die Thematik artete in ein Politspiel aus. SPÖ wie auch ÖVP verschickten Flugblätter und beschuldigten sich gegenseitig.

Nun bestätigte Obmann und Bürgermeister Martin Frühwirth, dass die Anzeige tatsächlich fallen gelassen wurde. Warum wollte man seitens der Wirtschaftskammer, vertreten durch Bernhard Dillhof, Geschäftsführer der Sparte „Transport & Verkehr“, nicht sagen. Es hieß nur „dazu kann ich nichts sagen“.

Obmann Frühwirth zeigt sich über die Vorgangsweise der WK nach wie vor erschüttert. „Schon seit Längerem fühlt sich die Wirtschaftskammer, Sparte Transport und Verkehr, bemüßigt, sich auf den Dorfbus einzuschießen. Aber mit der Anzeige wollte man ein absolutes Vorzeigeprojekt im Südburgenland zerstören. Das hat niemand verstanden.“ Die Unsicherheit der Gemeindebürger spürt er bis heute. „Alle hatten Angst, dass der Dorfbus eingestellt werden muss. Dieser Dorfbus wird aber dermaßen gut angenommen. Er ist ein wichtiger Schritt hin zu einer besseren Versorgung im Bereich der Mobilität. Heute freuen wir uns und können ganz stolz behaupten: Diesen Bus lassen wir uns von niemandem nehmen“, betont Frühwirth abschließend. Mit einem Dorfbusfest am Wochenende wies man auf die Beständigkeit des Projektes hin.