Erstellt am 17. August 2011, 00:00

Dorfbus wird nicht angenommen. VERKEHR / Dorfbusse sollen mehr Mobilität bringen. Obwohl gute Förderungen angeboten werden, hat sich neuerdings noch keine Gemeinde dafür entschieden.

Landesrätin Verena Dunst wirbt mit Förderangeboten für Dorfbusse. WAGNER  |  NOEN
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VON SARAH WAGNER

GÜSSING; REGION / Der Vorschlag des Landes, Dorfbusse einzuführen läuft nur schleppend an. „Bislang gibt es keine Anträge“, so Landesrätin Verena Dunst, obwohl derartige Projekte gut gefördert werden. Ein Mobilitätskonzept wird bis zu 50 Prozent gefördert, die Anschaffung eines Gemeindebusses und der Betrieb bis zu 30 Prozent. Gemeindeübergreifende Konzepte (60 Prozent) und Busanschaffungen (35 Prozent) werden noch besser gefördert. Zusätzlich gibt es eine Förderschiene des Bundes, mit „klima:aktiv mobil“, wobei hier Investitionen und Betriebskosten und Marketingkosten mit bis zu 50 Prozent gefördert werden. Seitens des Landes werden ab September weitere Förderungen zur Verfügung stehen. Die kommunale Regionalförderung des Landes fördert den Betriebsabgang mit 25 bis 35 Prozent.

„Nun liegt es an den Gemeinden, diese Förderkulisse anzunehmen, und so auch einen entsprechenden Teil für eine geeignete und bedarfsorientierte Mobilität beizutragen“, fordert Dunst Gemeinden auf. Auch in der Stadt Güssing wurde seitens der SPÖ vor einiger Zeit ein „Citybus“ gefordert. Geschehen ist in dieser Sache aber noch nichts. SPÖ-Stadtrat Fredi Brenner dazu: „Das hängt alles in der Luft. Es hat zwar eine Vorstellung gegeben, wir wurden aber nicht eingeladen. Ausgehend von der durchgeführten SORA-Umfrage werden wir weiter vorgehen. In einer Gemeinderatssitzung stand ein Citybus noch nicht zur Diskussion.“ Laut Dunst wollen 44 Prozent der Befragten der Stadt einen öffentlichen Bus.

Für Bürgermeister Peter Vadasz steht ein Dorfbus, wie es Dunst vorschlägt, nicht zur Debatte: „Für einen Dorfbus gibt es sicher keinen Bedarf, das ist etwas für eine kleine Gemeinde, die nur einen Ortsteil hat, für Güssing mit acht Ortsteilen ist das nichts. Über einen internen Zubringer, der alle acht Ortsteile an die Stadt anbindet, kann man sich sicherlich unterhalten. Es wird noch Gespräche mit privaten Anbietern geben.“ Vadasz fügt hinzu: „Wir sind derzeit dabei, eine neue Buslinie zwischen Bildein und Güssing zu installieren, sodass neben der normalen Linien der Firma Südburg ein oder zwei Linien installiert werden. Ersatz für dem Roten Bus ist ein Dorfbus nicht.“