Erstellt am 13. November 2013, 23:59

von Carina Ganster

Duell um Sampt-Nachfolge. Kampfabstimmung / Helmut Sampt tritt bei der Bezirksparteikonferenz nicht mehr als ÖVP-Obmann an. Sowohl Bernhard Hirczy als auch Josef Korpitsch ringen um die Nachfolge.

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Von Carina Ganster

Kampfabstimmung / Nein, diesen Rückritt pfiffen die Spatzen definitiv nicht vom Dach, der kommt überraschend.

Helmut Sampt (ÖVP) hat vor der bevorstehenden und nötigen Bezirksparteikonferenz am 22. November im Gasthaus Mirth in Eltendorf seinen Rücktritt als ÖVP-Obmann im Bezirk angekündigt – zur Wahl stellt er sich nach acht Jahren nicht mehr.

„Alles hat einmal ein Ende“

„Ich bin kein Sesselkleber. In zwei Jahren werde ich 60 Jahre alt, daraus mache ich kein Geheimnis. Es gibt junge motivierte Leute, die diesen Job besser machen können“, sagt der scheidende Obmann. Auch deshalb, weil Sampt bei den Landtagswahlen 2015 nicht mehr antritt, war dieser Schritt geplant.

„2015 feiere ich mein zehnjähriges Jubiläum als Abgeordneter, eine schöne und intensive Zeit, aber alles hat einmal ein Ende“, sagt Sampt, der die laufende Periode als Abgeordneter „ganz normal beenden“ will.

Beide Kandidaten rufen zu demokratischer Wahl auf

Brisant ist das Duell um die Nachfolge des Bezirksparteiobmanns. Weil nicht nur ein Kandidat ins Rennen geht, sondern zwei: ÖVP-Bezirksgeschäftsführer Bernhard Hirczy und etwas überraschend auch Mogersdorfs Bürgermeister Josef Korpitsch.

Trotz der Kampfabstimmung rufen beide Kandidaten zu einer demokratischen Wahl auf. Bereits im Vorfeld wurde vereinbart, dass der „Verlierer“ stellvertretender Parteiobmann im Bezirk wird. „Die Delegierten werden entscheiden, wohin der Weg führt. Mein Ziel ist natürlich, dass ich die Wahl gewinne, ansonsten würde ich nicht antreten“, sagt Bernhard Hirczy.

Sampt lässt sich keinen Nachfolger-Tipp entlocken

Sein Herausforderer Josef Korpitsch gibt sich ebenfalls selbstbewusst, beschreibt seine Chancen aber als sehr bescheiden. „Ich bin für Veränderungen und nicht der klassische Parteistratege, das hat bei vielen Wahlen gut funktioniert und dafür stehe ich auch weiter. Trotzdem bekenne ich mich zur ÖVP, auch wenn es viele Schwierigkeiten gibt. Ich kann etwas bewegen, deshalb trete ich zur Wahl an. Ich will Politik machen, die menschlich und fair ist“, meint Korpitsch.

Einen Tipp, wer als Wahlsieger hervorgeht, will Helmut Sampt nicht abgeben. Nur soviel: „Ich wünsche meinem Nachfolger alles Gute, viel Gelassenheit, Durchsetzungsvermögen, Kraft und Ausdauer. Die Freude, für die Menschen im Bezirk zu arbeiten, haben Josef und Bernhard ohnehin.“

122 Delegierte entscheiden am 22. November über den Nachfolger von Helmut Sampt.