Erstellt am 12. November 2014, 10:19

von Michael Pekovics

Eberau streckt Fühler in den Westen aus. Eberau geht neue Wege, um gegen Abwanderung zu kämpfen und für Zuzug zu werben – mit einer Plattform im Internet.

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Das Untere Pinkatal hat viel zu bieten, nur schlägt sich das nicht unbedingt in steigenden Bevölkerungszahlen nieder – im Gegenteil. Junge ziehen weg, Alte bleiben, Zuzug kommt meist nur von außerhalb.

„Haben rund zehn Hausplätze zu vergeben“

Die Gemeinde Eberau möchte diesem Trend (Abwanderung) nun entgegenwirken beziehungsweise verstärken (Zuzug aus anderen Teilen Österreichs) und plant, eine eigene, kostenlose Immobilien- und Grundstücksbörse auf der Gemeindehomepage zu installieren.

„Wir haben rund zehn Hausplätze in der Gemeinde, die zu vergeben wären. Außerdem gibt es einige leer stehende Häuser und Kellerstöckl, die auf einen Käufer oder Mieter warten“, sagt ÖVP-Bürgermeister Johann Weber, der neben der Onlinebörse auf der Homepage auch direkt in Westösterreich für Zuzug werben will.

Quadratmeter in Tirol kostet 1.000 Mal mehr

„Kürzlich gab es in den Salzburger Nachrichten einen Vergleich der Grundstückskosten zwischen Kitzbühel und Eberau. Daraufhin haben bei uns zahlreiche Westösterreicher angerufen und sich erkundigt“, erzählt Weber.

Kein Wunder, kostet doch ein Quadratmeter Grund in Tirol (6.000 Euro) um bis zu 1.000 Mal mehr als in Eberau (sechs Euro). „Wir müssen uns noch genau überlegen, wie wir diese Werbung anlegen wollen, dazu braucht es schließlich auch ein Budget“, sagt Weber, der sich vorstellen kann, in westösterreichischen Zeitungen Inserate zu schalten.

Die Vermittlung soll über die Online-Plattform, die von der Gemeinde betrieben wird, erfolgen. Das Konzept dazu steht bereits, die Umsetzung erfolgt in den nächsten Wochen.