Eberau

Erstellt am 31. August 2016, 05:58

von Michael Pekovics

Wird NMS öffentlich?. Angebot des Landes zur Wiederaufnahme ins öffentlich-rechtliche Schulsystem steht. Darüber wird jetzt im Vorstand beraten.

Symbolbild  |  NOEN

Die Sanierung der Neuen Mittelschule Eberau ist längst überfällig. Rund 2,5 Millionen Euro würden die dringend notwendigen Bauarbeiten kosten – allerdings ohne Förderungen seitens des Landes, weil es sich beim Josefinum ja um eine katholische Privatschule kostet.

In der Vorwoche trafen sich deshalb Bischof Ägidius Zsifkovics und Vertreter der Schule sowie der Gemeinde mit Landeshauptmann Hans Niessl, um die weitere Vorgangsweise zu besprechen.

Im Zuge dieser Besprechung machte der Landeschef das Angebot, die Neue Mittelschule Eberau wieder in das öffentlich-rechtliche Schulsystem zu übernehmen und zu einer Außenstelle, also zu einer Expositur, einer umliegenden NMS zu machen. „Damit wäre der Schulstandort langfristig gesichert und auch die Möglichkeit geschaffen, Fördergelder des Landes für die Sanierung in Anspruch zu nehmen“, betont Niessl.

Josefinum: Jetzt ist der Vorstand am Wort

Die Gemeinde gibt sich diesbezüglich noch etwas zurückhaltend. „Wir nehmen das Angebot jetzt einmal mit und werden darüber im Vorstand des Josefinums beraten“, sagt Bürgermeister Johann Weber (ÖVP). „Denn wenn wir eine Expositur werden, dann sind die ungarischen Schüler nicht mehr bei uns und das ganze Bildungskonzept wird über den Haufen geworfen.“ Die SPÖ wiederum spricht von einem „zukunftsweisenden Angebot“ und sieht einen Erfolg von Vizebürgermeister Günter Kroboth und Landesrätin Verena Dunst.

Das Josefinum Eberau war bis 2008 eine Hauptschule und musste dann aufgrund zu geringer Schülerzahlen geschlossen werden. Daraufhin bildete sich ein Betreiberverein, der – unterstützt von der Gemeinde und der Diözese Eisenstadt –, im Herbst 2009 die NMS als Privatschule eröffnete. Aktuell besuchen 117 Schüler die Schule, die Hälfte davon sind Ungarn.