Erstellt am 27. Januar 2016, 09:21

von Vanessa Bruckner

Echte Stille am „Berg“. Warum eine Tirolerin beschloss, den Zellenberg in Kukmirn als neuen Olymp der Erholung zu erklimmen.

Die Wahlburgenländerin Elisabeth Bürgler tauscht die Tiroler Berge gegen das hügelige Südburgenland. Fotos: zVg  |  NOEN, zVg
Alte Mauern haben viel zu erzählen. Um 1900 erbaut, strahlt der große Arkadenhof ganz oben am Zellenberg in Kukmirn nach knapp acht Monaten Umbauarbeiten heute in neuem Glanz und soll künftig Gäste aus aller Welt anlocken, um hier ihren Urlaub zu verbringen.

Trotz Umbau ist, so Eigentümerin Elisabeth Bürgler, „kein Stück Geschichte verloren gegangen.“ Die gebürtige Tirolerin hat mit ihrem „Domizil am Zellenberg“ ein typisch südburgenländisches Zuhause auf Zeit geschaffen.

Bürgler: „Hier möchte ich alt werden“

Tirol goes Burgenland – immer mehr Leute aus dem Westen lassen sich bei uns im Osten nieder. Warum es den „Berglern“ bei uns im Flachland so gut gefällt, erklärt Elisabeth Bürgler für sich: „Ihr habt so viel Sonne hier und mildes Klima. Je älter ich wurde, umso mehr hat mir das alles in Tirol gefehlt. Und auch die Beschaulichkeit, der ruhigere Lebensrhythmus der Menschen hier im Südburgenland ist einzigartig.“

Jahrzehntelang hat die 62-Jährige in Tirol ein großes Hotel geführt. Dass diese Frau Ahnung vom Geschäft hat, erkennt man sofort, nachdem man das Domizil am Zellenberg betritt.

Vier Ferienapartments mit den „göttlichen“ Namen Pan, Morpheus, Demeter und Eos stehen den Gästen zur Verfügung. Bürgler setzt bei der Einrichtung auf einen Mix aus Antiquitäten und modernen Stilelementen.

Und auch sonst überlässt die Geschäftsfrau nichts dem Zufall: Ein Naturschwimmteich aus eigener Quelle, eine Panaromasauna mit Blick auf die Burg Güssing, ein historischer Weinkeller und kulinarische Highlights, zubereitet von den besten Köchen der Region - mit dem Domizil am Zellenberg ist die Region nicht nur um eine neue Tourismusattraktion reicher.

Kukmirn bekommt auch eine „Zuazogene“, denn für die Wahlburgenländerin ist klar: „Hier möchte ich alt werden. In Tirol hat mir der Weitblick gefehlt, den gab´s nur oben am Gipfel. Jetzt stehe ich im Garten und die Sicht ist schier endlos. Ich kann mich daran gar nicht sattsehen.“