Erstellt am 18. März 2016, 21:39

von Michael Pekovics

Einbahn: SPÖ kündigt Befragung an. Bei der Gemeindeversammlung am Freitagabend im Güssinger Technologiezentrum wurde heftig über die seit sechs Monaten aufrechte Einbahnregelung auf der Hauptstraße diskutiert. Am Ende kündigte Bürgermeister Vinzenz Knor (SPÖ) eine "Bürgerbefragung" an.

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Die Stadtgemeinde Güssing wird ihre Bürger zur umstrittenen Einbahnregelung auf der Hauptstraße befragen. Das gab Bürgermeister Vinzenz Knor (SPÖ) am Ende der Gemeindeversammlung im Technologiezentrum bekannt. Zuvor gab es teils heftige Diskussionen und emotionale Wortmeldungen der mehr als 200 anwesenden Güssinger.

Am Podium saßen Bezirkshauptfrau Nicole Wild, Bezirkspolizeikommandant Ewald Dragosits, die Verkehrsplaner Günther und Christoph Peischl, Markus Tuma als Vertreter des Landes und Bürgermeister Vinzenz Knor, moderiert wurde die Gemeindeversammlung von Amtsleiter Gustav Glatter.

"Bürgerbefragung in drei Varianten"

Die Gegner der Einbahn waren deutlich in der Überzahl, das machte sich auch bei den Fragen bemerkbar. Sowohl bei der Darstellung der historischen Entwicklung und der rechtlichen Situation als auch bei der Verkehrssicherheit gab es bereits laute Kritik, Befürworter meldeten sich kaum zu Wort.

Nach knapp zwei Stunden beendete Knor die Veranstaltung mit den Worten: "Wir werden eine Befragung über verschiedene Varianten machen, die vom Gemeinderat festgelegt werden. Und dann werden wir im Gemeinderat entsprechend entscheiden." Nach der Gemeindeversammlung präzisierte Knor, was geplant ist: "Es soll eine Bürgerbefragung über drei Varianten (Anmerkung: Einbahn, Einbahn mit Teichgasse als gegengeführte Einbahn und Gegenverkehr) geben, diese wird über mehrere Tage hinweg stattfinden, damit alle die Möglichkeit haben, ihre Stimme abzugeben.

Auf den Begriff "Volksbefragung" wollte sich Knor in einer ersten Stellungnahme nicht festlegen: "Das wird eine Bürgerbefragung so wie in St. Andrä zum Kloster." Er wolle sich aber an das Ergebnis halten. ÖVP-Stadtrat Michael Hoffmann, der bei der Gemeindeversammlung eine eigene Variante präsentierte und außerdem symbolisch die knapp 1.000 gegen die Einbahn gesammelten Unterschriften überreichte, zeigte sich in einer ersten Reaktion zufrieden: "Grundsätzlich ja, weil jetzt die Bürger gefragt werden, was sie wollen.