Erstellt am 26. Oktober 2011, 00:00

Eine Million für Gruft und Burg. INVESTITION / Rund 945.000 Euro werden in die Burg, das Kloster und die Gruft in Güssing gesteckt. Vor allem ungarische Touristen sollen nach Güssing gelockt werden.

Pater Raphael, Landesrätin Verena Dunst und Stiftungsadministrator Johann Grandits machten einen Rundgang durch die Gruft unter der Klosterkirche.  |  NOEN
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VON SARAH BAUMGARTNER

GÜSSING / Schon bald beginnen die Renovierungsarbeiten in der zweitgrößten Privatgruft Mitteleuropas, der Gruft der Klosterkirche Güssing. Die Vorarbeiten dauerten länger als geplant. Saniert wird vor allem das Mauerwerk der Ruhestätte. Aber auch einige Särge müssen dringend bearbeitet werden. Rund 466.000 Euro werden von Land (25 Prozent) und EU (75 Prozent) für die Arbeiten gefördert. Aus der Dorferneuerung werden etwa 58.000 Euro für Arbeiten am Kloster aufgewendet. Das Ende der Arbeiten im historischen Bereich der Begräbnisstätte – der Begräbnisteil der Familie Batthyány wird nicht saniert – ist im Herbst des kommenden Jahres geplant. „Derzeit läuft noch die Stillhaltefrist der Vergaben“, erklärt Stiftungsadministrator und Bezirkshauptmann Johann Grandits bei einem Rundgang durch die Gruft.

Aber auch in die Burg wurden rund 421.000 Euro aus Mittel der Kulturabteilung des Landes und aus EU-Mitteln (EFRE) für diverse Arbeiten gesteckt. So konnten heuer Wege gepflastert, der Eingangsbereich verändert, WC-Anlagen neu gestaltet und einige Bereiche rollstuhlgerecht gemacht werden. „Die Hochburg schaffen wir leider nicht behindertengerecht zu gestalten, es gibt einfach zu viele Stiegen“, so Grandits. Die Baumeisterarbeiten und die damit verbundenen abfallenden Mauerteile sind bereits abgeschlossen. Derzeit wird an der Renovierung der Kanonenhalle gearbeitet. Dadurch soll sie auch im Winter genutzt werden können. Außerdem wird eine Terrasse von rund 500 Quadratmetern geschaffen. Der Behindertenparkplatz beim Lift zur Burg soll ebenfalls heuer noch benützbar gemacht werden, sodass auch Menschen im Rollstuhl allein auf die Burg gelangen können. „Über den Winter soll vor allem der viele Schutt weggeräumt werden“, so Burgherr Grandits. Im Jahr 2012 folgt dann die Errichtung eines neuen Fluchtweges aus dem großen Burghof, wodurch die Besucher-Kapazität vergrößert werden kann.

Der Eigentümer der Burg, des Klosters sowie der Gruft ist die Stiftung zur Erhaltung der Burg Güssing.