Erstellt am 21. März 2012, 00:00

Elektroauto für die Stadt ohne Beschluss bestellt. ANSCHAFFUNG / SPÖ kritisiert Vadasz, weil dieser Elektrofahrzeug um 24.500 Euro ohne Gemeinderatsbeschluss bestellt hat.

VON SARAH BAUMGARTNER

GÜSSING / Unstimmigkeiten zwischen SPÖ und Stadtchef Peter Vadasz gibt es derzeit wegen eines neuen Autos der Stadtgemeinde Güssing. „Bürgermeister Vadasz hat ein Auto für die Maler der Stadt Güssing bestellt, ohne darüber im Stadtrat oder Gemeinderat abzustimmen“, klagt Vizebürgermeister Vinzenz Knor (SPÖ).

Für Vadasz ist das aber kein Problem: „Wir haben das Auto ja noch nicht gekauft, sondern nur bestellt.“ Er verweist auf die Gemeinderatssitzung am kommenden Donnerstag, bei der der Beschluss dafür fallen soll. Und er betont: „Ich brauche nicht für alles einen Beschluss, bin aber gespannt, was die SPÖ bei der Sitzung macht.“ Er fügt hinzu: „Alle wissen, dass das alte Auto kein Pickerl mehr bekommen und wir tausende Euros investieren hätten müssten. Das wäre unsinnig.“

Beim Fahrzeug handelt es sich um ein Elektrofahrzeug: „Ich bin der Meinung, dass eine Stadt wie Güssing, die weltbekannt ist, umweltfreundliche Anschaffung tätigen sollte.“ Auch der Typ des Fahrzeuges passt der SPÖ nicht: „Die Mitarbeiter der Gemeinde hätten einen Pritschenwagen benötigt und keinen PKW.“ Vadasz kontert: „Die SPÖ ist nicht sehr handwerklich orientiert. Der bestellte Wagen, ein Renault Kangoo, ist sehr praktisch.“

Die Kosten für das Fahrzeug betragen rund 24.500 Euro. „5.000 Euro werden von Franz Steindl gefördert, weil es sich um ein Elektrofahrzeug handelt. Wir finanzieren den Wagen über eine Leasingvariante. Er wird aber nicht nur den Malern zu Verfügung stehen, sondern dem ganzen Bauhof.“

Das Elektroauto weist eine Reichweite von 170 Kilometern pro Tag auf, danach muss es wieder aufgeladen werden.