Erstellt am 25. Juni 2014, 10:15

von Carina Ganster

Elfmeterschießen zum 50. Geburtstag. Der Kulturverein lud an drei Tagen in Neumarkt an der Raab zum großen Jubiläum ein. Eduard-Sauerzopf-Museum wurde eröffnet.

Franz Josef Kern, Helmut Bieler, Hans Niessl, Petra Werkovits, Josef Ostermayer, Mario Trinkl, Hermann Prem und Franz Kern. Foto: zVg  |  NOEN, zVg/Mag. Michael Schmidt
Das Künstlerdorf feierte mit einem dreitägigen Fest sein 50-jähriges Jubiläum. Auf Einladung des Kulturvereins waren bei einem Festakt zahlreiche Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Politik dabei und feierten gemeinsam mit der Ortsbevölkerung auf der großen Wiese, um die die denkmalgeschützten Atelierhäuser, Werkstätten und Seminarräume gruppiert sind.

Eine Keimzelle österreichischer Kunst

Der Verein, der sie seit 50 Jahren betreibt, wurde von dem aus Neumarkt stammenden Künstler Feri Zotter und dem damaligen Landeskonservator Alfred Schmeller gegründet. Die erste Tat war die Rettung eines strohgedeckten Streckhofs, der abgerissen werden sollte. Neumarkt wurde zu einer Keimzelle österreichischer Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Das würdigten zum Jubiläum auch Vertreter der Politik, an ihrer Spitze Kulturminister Josef Ostermayer. „50 Jahre Künstlerdorf heißt 50 Jahre künstlerisches Wachstum mit allen Höhen und Tiefen, die man in einem halben Jahrhundert erleben kann. Auf die nächsten 50 Jahre“, sagte Ostermayer, der gemeinsam mit Landeshauptmann Hans Niessl ein Schüttbild zugunsten der Strohdächer des Künstlerdorfes anfertigte. Danach wurde - in Erinnerung an Handkes Roman - auf der Dorfwiese ein Elfmeterschießen ausgetragen.

Am Freitagabend sorgte die Blues-Rock-Band „Les Fleurs“ bei einem Benefizkonzert für gute Stimmung. Mit dem Erlös sollen die Arbeiten an den Strohdächern des Künstlerdorfs mitfinanziert werden. Abschluss war die Eröffnung des Eduard-Sauerzopf-Museums. Die Arbeiten des vor drei Jahren verstorbenen Zeichners und Gründungsmitglieds werden im ersten Atelierhaus ausgestellt und sollen an die Geschichte des Künstlerdorfes erinnern.