Erstellt am 01. Oktober 2013, 14:42

Erbe in Ferne gerückt. Weltkulturerbe / Das Kellerviertel Heiligenbrunn sollte zum UNESCO Welterbe werden. Experten meinen: „Nicht außergewöhnlich genug.“

Von Carina Ganster

Weltkulturerbe / Mehr als sechs Jahre ist es her, dass in der Gemeinde die Idee geboren wurde, das historische Kellerviertel zum UNESCO-Weltkulturerbe zu erheben. Seit dem wurden zahlreiche Gutachten in Auftrag gegeben und Anträge eingebracht.

Anfrage wurde Ende September beantwortet

Vor der Sommerpause stellte Franz Glaser eine parlamentarische Anfrage an Bundesministerin Claudia Schmied, betreffend der Aufnahme des Kellerviertels in die UNESCO-Welterbeliste, die BVZ berichtete. Die Anfrage wurde Ende September beantwortet. Mit einer Aufnahme schaut es nicht gerade gut aus.

Der Verein hofft, dass der Traum vom UNESCO Weltkulturerbe doch noch Realität wird. In der Antwort von Ministerin Schmied heißt es: Das Kellerviertel sei durch den Denkmalschutz schon bedient und brauche kein Weltkulturerbe werden. Ein 2012 vom burgenländischen Welterbebeauftragten neuerlich gestellter Antrag wurde an ICOMOS, den internationalen Rat für Denkmalpflege, zur Prüfung weitergegeben.

Entscheidung soll noch heuer fallen

Ende des Jahres soll der ICOMOS eine Entscheidung fällen. Weiters heißt es in der Stellungnahme: Der Abschluss des Evaluierungsprozesses der von den Bundesländern eingebrachte Vorschläge hinsichtlich ihrer Machbarkeit und Erfolgsaussichten wird für Anfang 2014 angestrebt. Erst nach Abschluss des dargestellten Prozesses ist eine umfassende Information aller betroffenen Stellen vorgesehen.

„Ich habe immer nur positive Zustimmung erhalten. Ein Gutachten über eine potenzielle Anmeldung für die Unesco-Welterbeliste und die Aufnahme auf die Tentativliste der Republik ist seit Langem fertig. In Sachen Denkmalschutz haben wir alle Auflagen erfüllt. Wir werden es weiter versuchen, wenn es nicht funktioniert, werden wir aber damit leben können“, sagt der Obmann des Weinbau- und Kellervereins Helmut Kedl.