Erstellt am 27. Juni 2012, 00:00

Erneuerbare Energie wird geprüft. EVALUIERUNG / Die WiBAG führt eine wirtschaftliche Untersuchung der Institutionen die mit Erneuerbarer Energie zu tun haben durch. Dann folgt eine technische Prüfung.

VON SARAH BAUMGARTNER

GÜSSING / Wie in der vergangenen Woche berichtet, wird in Güssing derzeit geprüft. Und zwar alle Unternehmen und Institutionen, die etwas mit Erneuerbarer Energie zu tun und Förderungen erhalten haben. Untersucht werden alle Involvierten in der Stadt und im Bezirk von der Wirtschaftsservice Burgenland AG (WiBAG).

Beauftragt wurde die WiBAG vom Land Burgenland, der Beschluss dafür fiel in einer der Strategiesitzungen mit den Vorsitzenden Landeshauptmann Hans Niessl und Landesvize Franz Steindl.

Günter Perner, Vorstandsdirektor der WiBAG, erklärt die Gründe für die Evaluierung: „Dabei soll erhoben werden, wie es den geförderten Unternehmen nun wirtschaftlich geht und inwiefern sich die Projekte gerechnet haben.“ Man will herausfinden, wie stark spezifische Themen der Erneuerbaren Energie in der geplanten nächsten Planungsperiode ab 2014 gefördert werden sollen. Auch Forschungsprojekte sowie die Verflechtung der Unternehmen werden untersucht. Die Evaluierung der WiBAG soll bereits im Juli abgeschlossen sein und den Zuständigen im Land vorgelegt werden.

Danach folgt noch eine technische Prüfung, in der laut Perner externe und unabhängige Experten die heutige Technologie bewerten sollen, um so herauszufinden, in welche Bereiche weiter investiert werden soll. „Man will herausfinden, ob man auf das richtige Pferd setzt und sich der erhöhte Geldeinsatz rentiert“, erläutert der Vorstandsdirektor. Die WiBAG führt laut Perner eine „Grobprüfung“ durch, ob das Geld richtig eingesetzt wurde und wo der Hauptfokus der kommenden Fördergelder liegen soll. „Das Land entscheidet schlussendlich nach unseren Untersuchungen, in welcher Intensität die Evaluierung weitergeführt wird“.

Rückzahlungen von Förderungen wird es – wenn es nach Perner geht – nicht geben, weil die WiBAG ständig unter der Kontrolle der EU steht, ob die Fördermittel richtig eingesetzt werden.