Erstellt am 30. Januar 2013, 00:00

Erste Basilika für den Landessüden geplant. Rom entscheidet / Der Titel „Basilika minor“ soll die Bindung an Rom stärken und die Bedeutung der Kirche für die Region hervorheben.

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Von Carina Ganster

GÜSSING / Vor zehn Jahren wurde Ladislaus Batthyány-Strattmann, der „Arzt der Armen“ in Rom selig gesprochen. Seine letzte Ruhestätte befindet sich in der Güssinger Klosterkirche. Und die soll nun nach Frauenkirchen und Loretto die dritte Basilika des Burgenlandes werden. Ladislaus Batthyány-Strattmann hat in Kittsee und Körmend gewirkt und mittellose Patienten kostenlos behandelt. 2003 wurde der „Arzt der Armen“ deshalb von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.

„Das ist ein Wunsch unseres Bischofs und eine besondere Ehre für mich als Stadtpfarrer und Priester“, erklärt Pater Raphael im Gespräch mit der BVZ. Bis es allerdings zu einer Umbenennung kommt, kann noch viel Zeit vergehen. „Das ist ein Prozess, der schon viele Jahre läuft. Im Winter wurde aber mit der Übersendung des Ansuchens nach Rom ein wichtiger Baustein gesetzt. Rom wird nun entscheiden, ob die Güssinger Klosterkirche alle Voraussetzungen erfüllt“, meint der Güssinger Stadtpfarrer, der jedoch noch im heurigen Jahr mit einer Entscheidung rechnet. Bischof Ägidius Zsifkovics bestätigte gegenüber dem ORF Burgenland die geplanten Vorhaben, die Güssinger Klosterkirche in eine Basilika umzubenennen. Gegenüber der BVZ wollten der Bischof und die Diözese keine Stellungnahme abgeben. In der Güssinger Klosterkirche wurde mit einem Festgottesdienst am vergangenen Dienstag in der Seligsprechung von Ladislaus Batthyány-Strattmann gedacht. Bischof Ägidius Zsifkovics feierte zusammen mit zahlreichen Priestern aus dem Burgenland und dem benachbarten Ungarn einen Gottesdienst in der voll besetzten Klosterkirche.

Dritte Basilika des Landes. Die Klosterkirche in Güssing, letzte Ruhestätte des seligen Ladislaus Batthyány-Strattmann, soll eine Basilika werden.