Erstellt am 14. November 2012, 00:00

Eskalation im Pinkatal. Unterschiedliche Sichtweisen / Martin Weinek fühlt sich von Bürgermeisterfamilie Schrantz bedroht. Der Ortschef aber behauptet, Weinek würde ihn als „einarmiger Bandit“ beschimpfen.

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Von Michael Pekovics

HEILIGENBRUNN / Der Bericht des Wochenmagazins NEWS über den eskalierten Streit zwischen Schauspieler Martin Weinek und der Familie von Bürgermeister Gerhard Schrantz (ÖVP) in der Vorwoche sorgte für einige Aufregung. Gegenüber der BVZ schildern beide noch einmal, wie sie den Abend beim Oktoberfest des Sportvereins Heiligenbrunn erlebt haben.

Schrantz: „Weinek sagt 

Bürgermeister Gerhard Schrantz erzählt im Gespräch mit der BVZ, dass „meine Frau Weinek gefragt hat, warum er mich immer ‚einarmiger Bandit‘ nennt. Er solle lieber froh sein, dass er zwei Hände hat und gesund ist. Mein Sohn hat dieses Gespräch gesehen, ist hingegangen und hat gesagt, meine Frau solle nicht mit ihm reden. Dann ist das Gespräch hitziger geworden und beide haben sich am Hemd genommen. Ein Begleiter von Weinek hat meinen Sohn dann zu Boden gerissen, dann waren beide plötzlich weg.“

Weinek: „Wir werden 

Die Wahrnehmung von Weinek ist eine andere: „Tatsache ist, dass mir Schrantz ans ‚Krawattl‘ gegangen ist.“ Gegenüber dem ORF gab Weinek an, dass Schrantz „Wir werden euch schon von da vertreiben“ geschrien hat. Im Gespräch mit der BVZ sagt Weinek, dass „wir ständig angefeindet und als ‚rote Säue‘ bezeichnet werden. Der Vorwurf, ich sage ‚einarmiger Bandit‘ zum Bürgermeister, stimmt nicht – die Familie begibt sich in eine Opferrolle. Vielleicht ist bei einigen die Sicherung durchgebrannt, weil die SPÖ in Heiligenbrunn den Vize erobert hat – aber ich habe ja nicht einmal eine SPÖ-Parteimitgliedschaft.“ Schrantz lässt das nicht gelten: „Es geht nicht um Politik, meine Frau wollte nur mit ihm reden. Das ist ein Wahnsinn, was da rausgekommen ist.“ Weinek, der bei der Polizei Anzeige wegen Nötigung gegen den Sohn von Bürgermeister Schrantz erstattet hat, beharrt aber auf seiner Version der Geschichte. Erste Zeugenbefragungen der Polizei sollen ergebnislos verlaufen sein, niemand will etwas gesehen haben.

Opfer? Bürgermeister Gerhard Schrantz behauptet, Weinek sage zu ihm „einarmiger Bandit“.

Opfer? Martin Weinek sagt, die Familie Schrantz wolle ihn „von hier vertreiben“.